Neue Landebahn, Wartungshalle und Terminal
Hintergrund: Flughafen-Ausbau in Frankfurt

Der Frankfurter Flughafen soll in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden. Im Kern sind am größten deutschen Luftverkehrskreuz drei Projekte geplant - die neue Wartungshalle für das Großraumflugzeug Airbus A380 und davon unabhängig eine vierte Piste und ein drittes Terminal. Mit 3,4 Milliarden Euro ist dies das derzeit größte private Bauprojekt in Deutschland. Die wichtigsten Fakten und Streitpunkte im Überblick:

HB FRANKFURT. Die Airbus-Werft soll vier A380-Flugzeugen gleichzeitig Platz bieten und im September 2007 zeitgleich mit der ersten Auslieferung der Maschinen an die Lufthansa fertig sein. Für den rund 150 Mill. € teuren Bau müssen 21 Hektar Wald gerodet werden. Insgesamt will die Lufthansa 15 der Großflugzeuge in Frankfurt stationieren.

Nach zwei kombinierten Start- und Landepisten und der Startbahn West ist im Nordwesten des Flughafens eine 2 800 Meter lange vierte reine Landebahn geplant. Die Nordwest-Landebahn soll die Zahl der möglichen Flugbewegungen pro Stunde von rund 80 auf 120 erhöhen. 2009 soll die Bahn nördlich des heutigen Flughafengeländes in Betrieb gehen. Bisher verfügt der Flughafen über zwei parallel liegende Start- und Landebahnen sowie die 1984 nach jahrelangen Auseinandersetzungen fertig gestellte Startbahn West.

Das Terminal Drei ist im Süden des Flughafens geplant. Damit soll die Abfertigungskapazität von bislang maximal rund 56 Mill. Fluggästen pro Jahr um rund 25 Mill. aufgestockt werden. Das Gebäude soll eine Geschossfläche von 335 000 Quadratmeter haben und schrittweise für mehr als eine Milliarde Euro bis 2015 gebaut werden.

Die Diskussion um den Ausbau begann 1997. Drei Jahre später entschieden politische Gremien und Fraport sich für die neue Landebahn. Nach dem Raumordnungsverfahren reichte Fraport im September 2003 den Planfeststellungsantrag ein. Ursprünglich sollte 2005 das Verfahren abgeschlossen sein und mit dem Bau begonnen werden. Die Inbetriebnahme verschiebt sich nun von 2007 auf 2009. Da sich an eine Genehmigung noch Gerichtsverfahren anschließen, wird intern auch eine erneute Verzögerung nicht ausgeschlossen.

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