Neue Regelung soll vorerst ein Jahr laufen
Cook-Mitarbeiter müssen künftig länger arbeiten

Die Tarifeinigung beim angeschlagenen Touristikunternehmen Thomas Cook beinhaltet Gewerkschaftsangaben zufolge eine Mehrarbeit für die Beschäftigten von 1,5 Stunden pro Woche, die vorerst nicht bezahlt werden soll.

HB BERLIN. Der Solidarbeitrag der Beschäftigen sehe 1,5 Überstunden pro Woche vor, die vorläufig nicht vergütet würden, sagte Jörg Wiedemuth, Tarifexperte bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, am Donnerstag in Berlin. Die Stunden an Mehrarbeit würden in einem so genannten Arbeitszeitkredit erfasst. Erst wenn das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurückkehre, würden die Beschäftigten ihre zusätzliche Arbeitszeit vergütet bekommen, ergänzte Wiedemuth.

In der vergangenen Woche hatte Cook bereits mitgeteilt, eine grundsätzliche Einigung mit dem Betriebsrat erzielt zu haben. Die beschlossene Regelung habe eine Laufzeit von einem Jahr und sehe eine Verlängerungsoption für ein weiteres Jahr vor, sagte nun Wiedemuth. Die Vereinbarung soll den Beschäftigten am Freitag vorgestellt werden.

Der Cook-Konzern, eine gemeinsame Tochter von Lufthansa und Karstadt-Quelle, hatte im Geschäftsjahr 2002/2003 belastet unter anderem durch die zum Konzern gehörende Fluggesellschaft Condor einen Rekordverlust von 251 Millionen Euro verbucht. Cook soll bis spätestens 2006 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%