Neue Starbucks-Managerin: Kaffee statt Kosmetik

Neue Starbucks-Managerin
Kaffee statt Kosmetik

Tee, Saft und Bagels: Starbucks ist längst mehr als eine Kaffeehaus-Kette. Um den Bauchladen weltweit noch bekannter zu machen, hat der Konzern aus Seattle mit Sharon Rothstein eine neue Chef-Verkäuferin angeheuert.
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Die weltgrößte Kaffeehaus-Kette Starbucks bekommt eine neue Chef-Verkäuferin: Sharon Rothstein, bislang Marketing-Managerin beim US-Kosmetik-Händler Sephora, soll ab Mitte April als neuer weltweiter Chief Marketing Officer die Marke Starbucks noch bekannter machen. Das teilte das Unternehmen aus Seattle am Montag mit.                                                           

Rothsteins Erfahrungen sollen dabei helfen, Starbucks „zu einer der weltweit relevantesten Marken zu machen“, sagte Firmenchef und Gründer Howard Schultz. Bevor die Managerin im Jahr 2009 zu Sephora stieß, hatte sie unter anderem bei der Hotelkette Starwood und beim Konsumgüterkonzern Procter & Gamble im Marketing gearbeitet. 

Bei Starbucks soll sie sich sowohl um die Hauptmarke als auch die jüngeren Geschäftsfelder kümmern, etwa die Teemarke Tazo, Verismo-Kaffeemaschinen, den Saft-Hersteller Evolution Fresh oder die Bäckerei-Kette La Boulange.

Firmenchef Schultz arbeitet seit Jahren daran, Starbucks durch Zukäufe und Eigengründungen jenseits des Kaffeegeschäfts breiter aufzustellen. Erst im November hatte das Unternehmen für 620 Millionen Dollar den US-Teehändler Teavana übernommen. Es war der bisher teuerste Zukauf.

Der Ausflug in neue Geschäftsfelder scheint sich bislang auszuzahlen: Ende Januar hatte Starbucks – nach einem Durchhänger im Sommer – glänzende Zahlen vorgelegt. Demnach stieg der Umsatz im Geschäftsquartal bis Ende Dezember um 11 Prozent auf den Rekordwert von 3,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 432 Millionen Dollar – ebenfalls ein Rekord. „Ich war niemals zuversichtlicher für unsere Zukunft“, so Schultz.

Derweil wächst die Kaffeekette weiter. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Filialen um mehr als 1000 auf rund 18.300. Wachstum sieht Starbucks vor allem in den USA und auf dem Heimatmarkt, doch auch selbst in dem von der Schuldenkrise geplagten Europa eröffnete die Kette im vergangenen weitere rund hundert Läden und kommt auf knapp 1900. In Deutschland eröffnete Starbucks Ende Februar in Düsseldorf den ersten Autoschalter.

Dass das Wachstum auch so weitergeht, dafür soll die neue Verkaufschefin Rothstein sorgen, die ihr Amt am 15. April antreten wird. Der Posten war ein halbes Jahr lang unbesetzt gewesen, nachdem Vorgängerin Annie Young-Scrivner im September zur Chefin für das Kanada-Geschäft ernannt wurde, dem derzeit zweitgrößten Markt für Starbucks nach den USA.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Nils Rüdel
Nils Rüdel
Handelsblatt / Deskchef Politik

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