Neue Tarife genehmigt
Beim Standardbrief ändert sich nichts

Die Postkunden werden vom kommenden Jahr an teilweise weniger für das Porto bezahlen müssen. Das Unternhemen muss sich dadurch auf Mindereinnahmen in einer Höhe von rund 50 Mill. € einstellen.

HB DÜSSELDORF. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) habe die von der Post beantragten neuen Tarife gebilligt, teilte die Deutsche Post am Dienstag mit. Danach müssen Postkunden im kommenden Jahr für den Kompaktbrief fünf Cent weniger zahlen als noch 2004. Für diese Briefe mit einem Gewicht bis 50 Gramm beträgt das Porto künftig sowohl in Deutschland als auch bei Sendungen innerhalb Europas 95 Cent statt bislang einen Euro. Für die Ertragsbringer Standardbrief (bis 20 Gramm) und die Postkarte kann die Post ihre Preise wie bei der RegTP beantragt stabil bei 55 Cent sowie 45 Cent halten.

Beim so genannten Maxibrief mit 500 bis 1000 Gramm Gewicht sinken die Preise innerhalb Europas von zehn auf acht Euro, bei Lufttransport in die übrige Welt von 20 auf 18 € und bei Landtransport von zehn auf acht Euro. Insgesamt könnten die Kunden damit im Vergleich zum Vorjahr 50 Mill. € einsparen, teilte die Post mit. Die neuen Tarife wurden von der RegTP bis zum 31. Dezember 2005 befristet.

Die Post ist auf Grund ihres Monopols in Teilen des Briefmarkts gezwungen, Preisvorschläge bei der Regulierungsbehörde einzureichen. Diese orientieren sich generell an Produktivitätsfortschritten im Konzern und der Inflationsrate. Unter dem Strich ergibt sich durch die von der RegTP nun genehmigten Preisvorschläge eine Absenkung von 0,7 %. Noch 2003 hatte die RegTP die Post zu einer Portosenkung beim Standardbrief gezwungen. Ein Post-Sprecher hatte bereits angekündigt, die Senkung von insgesamt 0,7 % werde sich in einem Umsatzminus von rund 50 Mill. € niederschlagen. Aber auch der operative Gewinn dürfte im kommenden Jahr davon betroffen sein.

Die Folgen der vergangenen Portosenkung hatte die Post im Geschäftsjahr 2003 auch durch das Sparprogramm Star auffangen können, das noch bis zum Jahr 2005 läuft. 2005 soll der operative Gewinn (Ebita) mit Hilfe von Star auf mindestens 3,6 Mrd. € gesteigert werden.

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