Neue Verkaufsrunde: Fünf dürfen für Alitalia bieten

Neue Verkaufsrunde
Fünf dürfen für Alitalia bieten

Der Verkaufsprozess von Alitalia geht in die nächste Runde. Die italienische Regierung lässt insgesamt fünf der elf Bewerber, die Ende Januar ihr Interesse bekundet haben, in die engere Auswahl. Darunter soll mittelbar auch ein deutsches Unternehmen sein.

kk MAILAND. Die Ap Holding von Carlo Toto, dem Eigner von Air One, ist ebenso dabei wie die Großbank Unicredit und die drei Private-Equity-Investoren Texas Pacific Group, Matlin Patterson Global Advisors und Management & Capitali. Die übrigen Bieter sind vor allem wegen ihrer zu geringen Kapitalausstattung ausgeschieden.

In den kommenden Wochen wird sich herauskristallisieren, welche Pläne die einzelnen Bieter für die angeschlagene Airline haben. Nach der reinen Interessenbekundung müssen die Interessenten nun bis Mitte April ein unverbindliches Angebot vorlegen und bis Juni soll die endgültige Entscheidung fallen. Noch hält der italienische Staat 49,9 Prozent der Aktien.

Beobachter gehen davon aus, dass in den kommenden Wochen auch weitere Spieler auf den Plan treten werden, die sich den einzelnen Bietern anschließen könnten. Unicredit zum Beispiel hat klar gemacht, dass sie nur als Investmentbank für Kunden agieren und sich nicht selbst beteiligen wollen. Noch ist unklar, wer hinter der Großbank steht, die vor eineinhalb Jahren die deutsche Hypo-Vereinsbank übernommen hatte. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die Deutsche Lufthansa – trotz der Dementis aus dem Vorstand – interessiert sein könne.

Wer die anderen Bieter sind

Hinter Air One steht dagegen die italienische Konkurrenzbank von Unicredit, Banca Intesa. Air One beherrscht schon heute mehr als ein Viertel des italienischen Luftfahrt-Marktes und ist Partner der Lufthansa.

Management & Capitali gehört dem Investor und Verleger Carlo De Benedetti. Er würde bei seiner Investition von heimischen Unternehmern wie dem Gründer und Chef des Edel-Schuhherstellers Tod's und dem Gründer der Fitnessgeräte-Kette Technogym, Nerio Alessandri unterstützt.

Der Vorteil der Texas Pacific Group ist, dass der Fonds bereits Erfahrung mit Fluggesellschaften vorweisen kann. Unter anderem haben die Amerikaner in Continental Airlines, in America West und in Ryan Air investiert.

Matlin Patterson Global Advisors ist ein Spin-Off von Credit Suisse First Boston und bringt vor allem Erfahrung mit Investitionen in Unternehmen in Krisensituationen mit.

Die Aktie von Alitalia reagierte am Mittwoch morgen positiv auf die Nachrichten aus Rom.

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