Neuemission geplant
Hafengesellschaft HHLA drängt an die Börse

Nach dem Scheitern des Einstiegs der Deutschen Bahn AG strebt die Hamburger Hafengesellschaft HHLA an die Börse. Es ist zwar noch nichts entschieden, aber der Börsengang wird schon mal vorbereitet.

HB HAMBURG. „Im nächsten Jahr werden wir börsenfähig sein“, sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters am Donnerstag bei der Bilanzvorlage für 2005 in Hamburg. Ihren Gang aufs Börsenparkett bereite die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) schon vor. Entschieden sei aber noch nichts. Die Hafengesellschaft ist im Besitz der Hansestadt.

Die Stadt betrachtet einen Börsengang nach Angaben eines Sprechers als eine Option. Um den hohen Kapitalbedarf der HHLA für Investitionen zu decken, wird auch eine Kapitalerhöhung erwogen. Dafür müsste der Senat einen Investor finden. Die Landesregierung hatte der Bahn Beteiligungen an der HHLA und an der Hamburger Hochbahn als Gegenleistung für eine Verlagerung ihres Firmensitzes von der Spree an die Elbe angeboten. Einen Wegzug der prestigeträchtigen Konzernzentrale aus Berlin hatte die Bundesregierung als Bahn-Eigentümer aber abgelehnt.

Die HHLA will in den kommenden Jahren mehr als eine Milliarde Euro in die Verdoppelung ihrer Umschlagkapazitäten investieren. „Wir sind uns der Problematik bewusst, dass die HHLA einen hohen Finanzbedarf hat“, sagte ein Sprecher von Finanzsenator Wolfgang Peiner. „Der Wettbewerb wird nicht geringer.“ Bei der Ausschreibung von neuen Hafenanlagen sei, denkbar, dass neben den in Hamburg aktiven Betreibern von Containerterminals, HHLA und Eurogate, ein weiterer Bewerber hinzukomme.

Hamburgs Hafen, weltweit auf Rang acht, profitiert vom weltweit boomenden Güterverkehr. Um den Anschluss an die internationale Konkurrenz zu halten, soll die Umschlagkapazität insgesamt von derzeit 8,5 Mill. Standardcontainern bis 2010 auf circa 14 Mill. Stück jährlich ausgebaut werden.

Die HHLA steigerte ihren Containerumschlag im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 5,3 Mill. Einheiten. Der Konzernumsatz kletterte um 16 Prozent auf 833 Mill. Euro. Der operative Gewinn (Ebit) legte sogar um 60 Prozent auf 110 Mill. Euro zu. Unter dem Strich wies die HHLA ein Gewinnplus von 70 Prozent auf 61 Mill. Euro aus.

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