Neuer Anlauf
Großreeder wollen Containerschiff-Bündnis starten

Die Krise in der Logistikbranche ruft die beiden Containerschiff-Weltmarktführer auf den Plan: Nachdem eine Dreier-Allianz im vorigen Monat gescheitert war, soll nun eine kleinere Kooperation geschaffen werden.
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KopenhagenDie beiden weltgrößten Containerschiff-Reedereien starten einen neuen Anlauf für eine Allianz, um künftig gemeinsam durch die Branchenkrise zu steuern. Der dänische Weltmarktführer Maersk und der Schweizer Branchenzweite MSC kündigten am Donnerstag überarbeitete Pläne für ein Zweier-Bündnis an, nachdem eine angestrebte Dreier-Kooperation mit dem französischen Rivalen CMA CGM vor einem Monat am Veto Chinas gescheitert war.

Diesmal gehe es um die gemeinsame Nutzung von weniger Schiffen, über die ein kleinerer Teil des Handels auf den Seerouten zwischen Asien und Europa abgewickelt werde. Es sei keine gemeinsame Betreiberfirma geplant, was für die Chinas Wettbewerbshüter das größte Hindernis gewesen sei. Die Aufseher in den USA und der EU hatten die Dreier-Pläne gebilligt, trotz Warnungen der Branche vor einer Marktdominanz.

Maersk und MSC wollen nun 185 Schiffe gemeinsam für den Gütertransport über die Weltmeere nutzen. Bei dem P3-Projekt mit CMA CGM war ein Austausch von rund 250 Schiffen geplant gewesen. Der Anteil an den Strecken zwischen Asien und Europa liege daher unter 30 Prozent. Experten räumen den beiden Unternehmen mit ihren neuen Plänen nun gute Chancen für eine Genehmigung ein.

„Sie sind offensichtlich mit ihrem neuen Deal weniger ambitioniert“, sagte Analyst Neil Glynn von Credit Suisse. „Ich würde mich wundern, wenn Maersk nach den P3-Erfahrungen keine genaue Vorstellung davon hätte, was die chinesischen Aufseher genehmigen würden und was nicht.“ Deutschlands größte Containerlinie Hapag-Lloyd will die Branchenkrise mit sinkenden Frachtpreisen und hohen Überkapazitäten durch die Fusion mit dem chilenischen Rivalen CSAV umschiffen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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