Neuer Chef im Interview
Ikea hält sich für guten Steuerzahler

Die Kritik an der Steuermoral multinationale Konzerne beherrscht in den vergangen Wochen die Schlagzeilen. Der neue Chef des Möbelhaus-Giganten Ikea weist die Vorwürfe zurück – und rechnet die Steuerlast der Firma vor.
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StockholmDer neue Chef des schwedischen Möbelkonzerns Ikea hat die Steuermoral seiner Unternehmensgruppe verteidigt. "Ich denke, wir sind gute Steuerzahler", sagte der Chef der Ikea Group, Peter Agnefjäll, der schwedischen Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" vom Freitag. Im Durchschnitt zahle seine in den Niederlanden ansässige Gruppe 18 Prozent ihres Umsatzes als Steuern. Dies seien im vergangenen Jahr 695 Millionen Euro gewesen. Hinzu kämen noch rund 200 Millionen Euro Grundsteuer.

"Insgesamt ist das nicht besonders niedrig", sagte Agnefjäll, der am Montag offiziell seinen neuen Posten als Konzernchef der Ikea Group antritt. Diese verwaltet praktisch sämtliche Filialen des Möbelkonzerns. Sie selbst ist Teil des niederländischen Konzerns Ingka Holding. Mit einer Steuerlast von 18 Prozent liegt Ikea im Mittel der an dem Amsterdamer Börsenindex AEX gelisteten Unternehmen.

Agnefjäll versicherte, sein Konzern tue "alles für die Transparenz". Er verwies darauf, dass das Unternehmen inzwischen sogar einen Jahresbericht veröffentliche, obwohl es nicht dazu verpflichtet sei.

Ikea hatte sich im Juli ebenso wie die US-Konzerne Apple und Facebook geweigert, an einer Anhörung vor dem französischen Parlament zur "Steueroptimierung" teilzunehmen. Dies war bei den Abgeordneten auf scharfe Kritik gestoßen. Das Parlament hatte Vertreter internationaler Konzerne eingeladen, um Auskunft über ihre Steuerpolitik zu geben. Es wollte herausfinden, mit welchen legalen Steuertricks große Konzerne vermeiden, in Frankreich Steuern zu zahlen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Wieviel Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer hat IKEA denn bezahlt? Darum geht es.

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