Neuer Großinvestor
Tengelmann versilbert Zalando-Anteile

Der Berliner E-Commerce-Gigant Zalando holt den dänischen Bestseller-Chef Anders Holch Povlsen an Bord. Dafür zieht sich die Berliner Start-up-Schmiede Rocket Internet indirekt zurück. Tengelmann macht's möglich.
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DüsseldorfDer Chef der Bestseller-Gruppe, Anders Holch Povlsen, zählt zu den reichsten Menschen in Dänemark. Man kann sein Unternehmen gut als das Inditex Skandinaviens bezeichnen. So verbergen sich hinter dem dänischen Modegiganten zahlreiche Marken wie Vero Moda, Only oder Jack & Jones. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2011/2012 belief sich auf 2,446 Milliarden Euro.

Nun steigt Povlsen bei dem Berliner Online-Händler Zalando mit zehn Prozent ein. Dafür dürfte der Modezar einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag hingelegt haben. Schon im vergangenen Jahr war das 2008 gegründete Internet-Start-up mit 2,8 Milliarden Euro bewertet worden, seither dürfte sich der Firmenwert noch erhöht haben. 2012 hatte Zalando 1,15 Milliarden Euro umgesetzt, schrieb aber noch Verluste.

Gleichzeitig, das berichtet das Blog „Excitingcommerce“, steigt der Zalando-Gesellschafter Rocket Internet bei Zalando aus, indem er seine Anteile an dem Online-Händler an die eigenen Teilhaber Kinnevik, European Founders Found (EFF) und Access Industries überträgt. Alle Rocket Internet Gesellschafter wandeln ihre indirekten Anteile an Zalando also in direkte. Die Samwers, so heißt es in einer Pressemitteilung von Zalando, sind nun über den European Founders Fund bei Zalando mit 18 Prozent an Bord.

Größter Anteilseigner bleibt aber das schwedische Investmenthaus Kinnevik, dass durch diese Aktion nun 37 Prozent der Anteile von Zalando direkt hält. „Der Schritt unterstreicht ein weiteres Mal die langfristige Ausrichtung unserer Partnerschaft. Wir begrüßen mit Access Industries zudem einen neuen Gesellschafter und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, kommentiert Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter. „Wir freuen uns über diese Entwicklung, die es Kinnevik als größtem Gesellschafter erlaubt, Zalando noch besser beim erfolgreichen Unternehmensaufbau zu unterstützen“, so Mia Brunell Livfors, Vorstandsvorsitzende von Kinnevik.

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  • Was kann das Zalando Management außer: Verluste produzieren, Niedriglohn-Mitarbeiter generieren, Margen deformieren, ...

    Auf Dauer, davon geh ich fest aus, wird der Löffel der Samwers nebst ihren Investoren nicht lang genug um sich am Markt zu etablieren und da zu bleiben.

    Und; Das neue Marketingsprüchlein für Zalando:

    Ich bin dann mal weg!


  • Was hat der Bedarf an Schuhen und Bekleidung, den nun mal jeder Mensch hat, mit "Bildungsferne" zu tun?

  • Künstlich erzeugter Umsatz mit treulosen Käufern! Weg mit der Internetblase! Wer ist noch so bildungsfern so etwas zu kaufen?

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