Neuer Hauptaktionär
Accor steigt bei Club Med ein

Der größte europäische Hotelkonzern Accor beteiligt sich am Club Méditerranée. Mit einem Anteil von 28,9 Prozent wird Accor dann Hauptaktionär beim französischen Feriendorf-Anbieter.

HB PARIS. Accor SA übernahm 21,2 % Anteile von der Agnelli-Gruppe (Exor/Ifil) und 7,7 % von der französischen Bank CDC. Der Preis für die 28,9 % Anteile betrage 252 Mill. €, teilte Accor am Freitag in Paris mit. Je nach Erfolg des Touristikunternehmens werde später ein Nachschlag von bis zu 41 Mill. € für Agnelli und 550 000 Accor-Aktien für CDC fällig. Die Börse reagierte auf die Nachricht am Morgen mit einem Abschlag auf die Accor-Aktie von rund 4,4 % auf knapp 33,2 €.

Accor finanziert die Übernahme mit der Ausgabe von Wandelanleihen im Wert von 280 Mill. €. Die CDC ist bereit, diese Anleihe bis zu 100 % zu zeichnen.

Mit Club Med will Accor das Tourismusgeschäft im oberen Segment ausbauen. Der Weltkonzern betreibt 4000 Hotels sowie Spielcasinos und Reisebüros und hat 150 000 Beschäftigte. Im ersten Quartal 2004 stieg der Umsatz um 2,6 % auf 1,59 Mrd. €. 2003 waren der Überschuss um 37,2 % auf 270 Mill. € und der Umsatz um 4,3 % auf 6,83 Mrd. € gefallen.

Der Club Med geht gerade aus der Sanierung hervor. Im ersten Geschäfts-Halbjahr (bis 30. April) steigerte das Unternehmen nach Angaben vom Freitag seinen Umsatz um 2,4 % auf 784 Mill. €. Der Fehlbetrag sank in Jahresfrist von 29 auf vier Mill. €. Das Betriebsergebnis sei in allen Weltzonen positiv und besser als vor einem Jahr, teilte Club Med mit. Die Verschuldung wurde aber nur geringfügig von 436 auf 424 Mill. € gesenkt.

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