Neuer Kurs
Karstadt kurbelt Sportgeschäft an

Mehr Lifestyle, mehr Wellness und mehr weibliches Publikum – mit diesem aufgefrischten Verkaufskonzept will Karstadts neuer Warenhauschef Peter Wolf der Konzernsparte Karstadt Sports in Deutschland endlich zum Durchbruch verhelfen. Das ist ihm ein hoher dreistelliger Millionenbetrag wert.

HAMBURG. „Unser Geschäft soll künftig nicht mehr vom Angebot getrieben sein, sondern von den Bedürfnissen der Kundschaft“, versprach Karstadts neuer Warenhauschef Peter Wolf am Freitag in Hamburg. Seit Jahren schon kommt Deutschlands größter konzernabhängiger Sportanbieter mit seiner Expansion kaum vom Fleck, obwohl die Essener Turnschuhe, Trainingsanzüge und Tennisschläger als ein wesentliches Kernsortiment bezeichnen. Fachhandelsketten wie Golf House und Runners Point, die das Gewicht des Konzerns beim Einkauf vergrößern sollten, wurden vor zwei Jahren sogar verkauft. Der Marktanteil sinkt. Wolf beziffert ihn mit aktuell acht Prozent. Damit hat Karstadt Sports nach eigenen Angaben seit dem Jahr 2003 fünf Prozentpunkte an Marktanteil verloren.

Das alles soll sich ab sofort ändern. Sieben seiner 28 Sporthäuser will der Karstadt-Geschäftsführer bis Ende März 2008 umbauen lassen – und dafür nach eigenen Worten eine „größere dreistellige Millionensumme“ in die Hand nehmen. Als Blaupause dient das soeben fertig gestellte Karstadt-Sport-Haus an der Hamburger Mönckebergstraße, Standorte in München, Berlin, Bremen, Hannover, Dortmund und Karlsruhe werden folgen.

Nicht nur die Inneneinrichtung der Sporthäuser soll aufgewertet werden, kündigt Wolf an, „es werden auch neue Marken hinzukommen“, sagt er – Namen nennt er freilich nicht. Wie in den Warenhäusern will der ehemalige Tchibo-Geschäftsführer sein Sportsortiment demnächst in sogenannten Themenwelten präsentieren.

Bereits in zwei Jahren werde der Umsatz mehr als zehn Prozent über den derzeitigen Erlösen von 470 Mill. Euro im Sportsortiment liegen, hat sich Wolf zum Ziel gesetzt. Schließlich seien in Hamburg die Verkäufe in den ersten Wochen nach dem Umbau um 38 Prozent nach oben geschossen. Zudem soll eine Yoga-Modelinie, entworfen von der Schauspielerin Ursula Karven, verstärkt weibliche Kundschaft locken. Bislang sind 60 Prozent der Karstadt-Sports-Kunden Männer.

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