Neuer Name: Arcandor
Abschied von Karstadt-Quelle

Seit Sonntag firmiert Karstadt-Quelle unter dem Kunstnamen Arcandor. Nach der Komplett-Übernahme des Reiseanbieters Thomas Cook will Konzernchef Thomas Middelhoff mit der Namensänderung die Umstrukturierung des Handelskonzerns nach außen deutlich machen. Zunächst sorgen aber neue Fusionsspekulationen für Gesprächsstoff.

HB ESSEN. Karstadt-Quelle hat Gespräche mit der britischen Warenhauskette Debenhams „über mögliche Kontakte zwischen beiden Unternehmen“ bestätigt. „Dabei ist aber nichts Substanzielles herausgekommen“, sagte der Sprecher des am Sonntag in Arcandor umbenannten Essener Konzerns, Jörg Howe. Debenhams spreche im Moment mit jedem, und das sei „im Rahmen der üblichen Kontakte innerhalb der Branche auch nicht unüblich“.

Howe bestätigte ein Gespräch mit Konzernchef Thomas Middelhoff, von dem die britische „Sunday Times“ berichtet hatte. Dem Zeitungsbericht zufolge hat Debenhams auch mit den französischen Galeries Lafayette und der italienischen Rinascente gesprochen. Dabei sei es um eine mögliche Fusion gegangen. Die britische Kette stehe unter Druck, weil der Aktienkurs seit dem Börsengang des Unternehmens vor einem Jahr um mehr als ein Drittel gesunken sei.

Eine Fusion mit einem Konkurrenten sei aber nur eine von mehreren Optionen für Templeman, hieß es in dem Bericht weiter, man habe auch mit Finanzinvestoren gesprochen. Debenhams, das 141 Häuser in Großbritannien und Irland betreibt und 21 500 Mitarbeiter beschäftigt, war ebenso für eine Stellungnahme nicht erreichbar wie Galeries Lafayette.

Karstadt-Quelle-Chef Thomas Middelhoff hatte erst vor kurzem auf einer Veranstaltung eine Fusion der Kaufhaus-Sparte Karstadt nach dem Muster des Reisegeschäfts Thomas Cook - das mit der britischen MyTravel zusammengeschlossen wurde - und einen anschließenden Börsengang des Warenhausgeschäfts binnen 18 Monaten ins Gespräch gebracht. Ein hochrangiger Banker hatte neben Debenhams auch die britische Bhs als möglichen Partner genannt.

Die in Arcandor umbenannte Konzernholding soll nach dem Willen von Middelhoff außerdem noch in diesem Jahr ein Zweitlisting an der Londoner Börse erhalten, wo auch die Thomas Cook Group notiert ist.

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