Neuer Paketdienst geht Anfang 2007 an den Start
Red Parcel Post tritt gegen DHL an

Spediteure und Paketdienste machen Front gegen die geplante Übernahme des britischen Logistikers Exel durch die Deutsche Post.

HB DÜSSELDORF. Während sich aber große Konkurrenten wie Kühne+Nagel auf politische Forderungen beschränken und erneut eine schnelle Abschaffung des Briefmonopols fordern, in dessen Schatten die Post den Ausbau des Logistikgeschäfts vorantreibe, setzen mittelständische Unternehmer auf Wettbewerb.

„Anfang 2007 geht mit Red Parcel Post ein neuer Konkurrent der Post an den Start“, kündigte Speditionsunternehmer Manfred Boes, Präsident des Logistikverbands DSLV, gegenüber dem Handelsblatt die Gründung eines neuen Paketdienstes an. Die Familie Boes ist Gesellschafter des neuen Paketdienstes. Boes hatte seine alte Firma 2004 an die dänische DFDS verkauft.

Die Post müsse sich auf einen harten Preiskampf gefasst machen, sagte er. Red Parcel Post werde dank einer neuen Sortier- und Versandtechnik deutlich preisgünstiger sein als DHL, die Express- und Logistiktochter der Post. Zu Details wollte sich Boes aber nicht äußern.

Nach Informationen aus Branchenkreisen steht die Unterschrift von Investoren kurz bevor. Im Gespräch ist das Familienunternehmen Fiege. Ein Sprecher des Grevener Logistikers wollte dies nicht kommentieren. Auch die DFDS gilt als Kandidat. Andere, wie der Paketdienst Hermes (Otto) oder Rhenus-Logistik (Rethmann), haben abgewunken. Auch Exel galt vor der geplanten Übernahme durch DHL als Interessent. Fiege werden enge Kontakte zum Aufsichtsratschef der Red Parcel Post, dem ehemaligen Post-Manager Dieter Seegers-Krückeberg nachgesagt. Er hat auch den Paketdienst DPD als Kooperation mittelständischer Spediteure aufgebaut, der heute zur französischen La Poste gehört. Auch seine Familie zählt zu den Gesellschaftern.

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