Neuer Reiseanbieter: Tourismus-Pionier Öger ist zurück

Neuer Reiseanbieter
Tourismus-Pionier Öger ist zurück

Nach drei Jahren Pause feiert Vural Öger mit „V.Ö. Travel“ sein Comeback als Reiseanbieter. Die harte Konkurrenz schreckt den Gründer von Öger Tours nicht ab – schließlich kann er auf Starthilfe zählen.
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DüsseldorfEs sah wie der endgültige Abschied von Vural Öger als Reiseanbieter aus, als er vor gut drei Jahren sein Unternehmen Öger Tours verkaufte. 30 Millionen Euro hat ihm der Tourismuskonzern Thomas Cook damals überwiesen – mehr als genug für einen angenehmen Ruhestand des heute 72-Jährigen. Doch Skifahren in den Alpen und Segeln in der Karibik reichten dem Gründer nicht. Ab April kann man bei seiner neuen Firma „V. Ö. Travel“ wieder Reisen in die Türkei buchen. Und nicht nur das: noch in diesem Jahr wird auf Vox die Show „Die Höhle der Löwen“ anlaufen, bei der Jung-Unternehmer bei Öger und vier anderen Investoren für ihre Ideen werben. „Ich brauche diese Aufregung einfach, ich fühle mich frisch genug dafür“, sagt der Deutsch-Türke.

Vural Öger gilt als der Pionier des Türkei-Tourismus. 1969 bot er als erster mit der Fluggesellschaft Öger Türk Tur Direktflüge von Hamburg in die Türkei an, damals noch als Flugdienst für Gastarbeiter. Später gründete er Öger Tours und etablierte sich als führender deutscher Anbieter von Pauschalreisen in sein Geburtsland. Im Jahr vor der Übernahme durch Thomas Cook machte Öger Tours 256 Millionen Euro Umsatz, aber auch einen Verlust von 7,3 Millionen Euro.

Ganz freiwillig war die Pause von Vural Öger nicht. Eine Klausel in dem Verkaufsvertrag von Öger Tours verpflichtete ihn, drei Jahre lang nicht in der Tourismusbranche tätig zu werden. Pünktlich zum Ende der Sperrfrist ist er nun zurück und hat sich große Ziele gesteckt: Im laufenden Jahr will er zusammen mit seinen 16 Mitarbeitern bei V.Ö. Travel 100.000 Reisen vermitteln und bis zu 10.000 Reisebüros als Vertriebspartner gewinnen. „Wir wollen uns als mittelständischer Veranstalter etablieren“, erklärt der Firmenchef gegenüber Handelsblatt Online.

Damit grenzt er sich klar von den Riesenkonzernen ab, die hauptsächlich über den Preis miteinander konkurrieren. Zuletzt musste sich der Reiseanbieter GTI dem brutalen Wettbewerb beugen und Insolvenz anmelden. Öger will dagegen ein Unternehmen aufbauen, bei dem „die Kunden noch den Inhaber kennen“ und „Qualität im Vordergrund steht.“

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