Neues Abholverfahren

Deutsche Post macht Packstationen sicherer

Ein neues Verfahren soll die Abholung von Paketen an den DHL-Packstationen sicherer machen. Eine mobile TAN-Nummer soll künftig Phishing-Mails unterbinden.
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Mit einem neuen TAN-Verfahren soll die Abholung von Paketen an Packstationen künftig sicherer werden. Quelle: ap

Mit einem neuen TAN-Verfahren soll die Abholung von Paketen an Packstationen künftig sicherer werden.

(Foto: ap)

BonnDie Deutsche Post will das Abholen von Paketsendungen an ihren 2500 Packstationen in Deutschland sicherer machen. Bundesweit führt die Posttochter DHL Paket Deutschland zum 29. Oktober ein neues Abholverfahren mit mobiler TAN-Nummer ein, der sogenannten mTAN.

Somit seien missbräuchliche Zugriffe von außen nicht länger möglich, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. „Wir vereinfachen die Abholung von Sendungen an der Packstation noch einmal deutlich und begegnen gleichzeitig dem zunehmenden Versand von Phishing-Mails“, erklärte der Paketchef von DHL, Andrej Busch.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten sich bei der Deutschen Post die Reklamationen gehäuft. Paketkunden waren unter anderem in Mails dazu aufgefordert worden, Zugangsdaten zu ihren Packstationen preiszugeben. Dieser Missbrauch soll nun nicht mehr möglich sein.

Künftig erhält der Kunde eine mTAN zusammen mit der Sendebenachrichtigung per SMS auf sein Handy geschickt. Wie beim Online Banking sei die mTAN auch bei DHL nur für eine begrenzte Zeitdauer gültig. Die inzwischen fast drei Millionen Kunden seien über die Änderungen informiert worden. Sie erhielten künftig ihre mTAN automatisch und müssten sich nicht erneut anmelden, erläuterte ein Pressesprecher.

  • dpa
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11 Kommentare zu "Neues Abholverfahren: Deutsche Post macht Packstationen sicherer"

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  • Bei mir genauso. meine Kundenkarte wurde nach EINmaliger Falscheingabe der mTAN gesperrt mit der Begründung dass die mTAN DREImal falsch eingegeben wurde. ich solle mich an info@paket.de wenden um die Karte wieder zu entsperren. Das habe ich jetzt zweimal getan ohne Reaktion. Tja, wie komme ich jetzt an mein Paket? Ein unhaltbarer Zustand, wenn morgen Heiligabend wäre hätte ich ein echtes Problem. ich für meinen Teil werde die Packstation nicht mehr nutzen

  • Hallo,
    seit dem Update in diesem Jahr funktioniert hier die Software der Packstation nicht mehr richtig. Am 06.12.2012 war es eine Endlosschleife, die einen daran hindert sein Paket abzuholen und und heute (08.12.2012) läuft den ganzen Tag eine roter Laufbalken. Es kommt an dieser Packstation kein Kunde an seine Sendung. Anscheinend testet DHL seine Software im Vorfeld nicht mehr. Bei den Hotlines sind Wartezeiten von weit über einer Stunde normal, ohne daß man durchgekommen ist. Das Problem scheint einfach ausgesessen zu werden.
    Bei einem so großen und globalen Konzern ist das ein unmöglicher Zustand. Die Führungsspitze scheint überfordert und inkompetent zu sein, denn es sind seit der Umstellung seit dem 30.10.2012 laufend irgendwelche Probleme aufgetaucht. Die Probleme sollten eigentlich in 6 Wochen zu bekommen sein, wozu DHL anscheinend nicht in der Lage ist.
    Es gibt auch eine kostenlose Hotline bei DHL, Die nicht publik gemacht wird:

    0800-1888444

    Ich hoffe, es hilft den Ein oder Anderen.

  • Ich denke da ist derzeit das totale Chaos ausgebrochen.
    Auf ein Gespräch mit der 9.Cent-Hotline habe ich 20 Minuten gewartet (und bezahlt), um das Unvermögen des "Logistikers von Weltrang" zu korrigieren. Ich bekam am 29.10. ein Paket zur Packstation und auch (wie immer) eine SMS. In der Stand (zu) viel BLABLA, aber keine TAN. 2 Tage später die nächste Sendung, sogar eine TAN wurde mir zugeschicht, beim Entnahmen der Sendung aus der Fruststation wurde diese aber gar nicht abgefragt. Alles funktionierte wie vorher. Also nichts mit höherer Sicherheit (ich frag mich eh wozu der ganze Zinober).
    Ich nehme am Bonusprogramm bei Packstationens teil. Dort ist seit Wochen die ordnungsgemäße Gutschrift von Bonuspunkten reine Glückssache. Auf Mails an die Serviceabteilung wird ebenfalls seit Wochen weder geantwortet noch sonst wie reagiert. Jeder Internet-Garagenhöker kriegt das besser hin. Aber der ist ja auch an seinen Kunden interessiert. Echt das Letzte ...

  • Vielen Dank für die kostenlose Servicenummer, da war nach 5 mal Klingeln sofort jemand dran; bei der kostenpflichtigen Servicenummer (9c/min) hab ich nach 25 (!) min aufgegeben - ob das wohl Zufall ist...
    Und zu den mTANs: Wenn man das System schon so holter-di-polter umstellt, dann sollte es auch wenigstens funktionieren... Die ersten SMS wurden heute nämlich ohne die mTANs verschickt, da die mTANs ans Ende der SMS geschrieben wurden und einige SMS damit dann länger als 160 Zeichen waren, was deren SMS-System dann nicht verarbeiten konnte und somit die mTANs fehlten... was für ein Anfängerfehler... da wurde vor so einer wichtigen Umstellung also noch nicht einmal richtig getestet... Professionell ist das nicht!

  • Die ID auf dem Magnetstreifen sollte schlichtweg, eine dem Kunden unbekannte Kennung sein. Somit ließe sich diese nicht einfach über das Kundenportal auslesen oder per Email erfragen. Das Schreiben einer Zweitkarte erforderte dann zumindest gefälschte Terminals, wie es bei Bankautomaten üblich ist.

    Man muss man sich dabei auch die Frage stellen, ob man Deutsche Post/DHL, seine Handynummer überlassen will:
    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/120322-quer-postboten104.html

    Vielleicht wäre es für den einen oder anderen noch interessant zu wissen, dass man bei Problemen den DHL-Kundenservice auch unter der kostenlosen (Festnetz !!!) Hotline 0800-4159159 erreichen kann.

  • "Für zukünftig geplante Serviceverbesserungen benötigen wir die Angabe Ihrer Mobilnummer. Hinterlegen Sie diese bitte in jedem Fall unter Paket.de."

    Na, vielleicht noch 'nen Schlüssel zu meinem Bankschliessfach? Ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Form zur Sicherheit beitragen wird. Hier geht es um viel mehr, nämlich um Daten, die Mobilfunknummer mit Personen verknüpft. Damit werden private Daten von Bürgern zentral gespeichert und können von Hackern gestohlen werden oder von Personen mit Zugriff unbefugt abgerufen werden.

  • Für mich hat das alte Verfahren völlig ausgereicht. Wer seine Zugangsdaten freigiebig weitergibt, ist selber schuld. Geldautomaten funktionieren auch ohne mTAN-Verfahren.

    Die Kunden müssen sich zar nicht neu anmelden, aber sie müssen sich immerhin mal wieder auf der Website anmelden, um dort ihre Handynummer zu hinterlegen.

  • Informiert wurden nur die Kunden, die ein Häkchen bei "Newsletter abonnieren" im Kundenportal gemacht hatten. Sehr sinnig.

  • Mail "Newsletter DHL Paket" vom 4. August:

    "Für zukünftig geplante Serviceverbesserungen benötigen wir die Angabe Ihrer Mobilnummer. Hinterlegen Sie diese bitte in jedem Fall unter Paket.de."

    Mehr nich - ist wenig!

  • So ist es auch bei mir (keine Mail o.ä. erhalten). Statt so einen Schwachsinn mit dem ebenfalls unsicheren mTAN Verfahren (Phishing über Smartphone Trojaner möglich) zu machen, sollte DHL mal lieber für ordentliche Einstellung der Pakete in Packstationen sorgen und diese nicht permanent in Filialen umleiten lassen (weil der Subunternehmer zu bequem ist die Sendungen einzeln in den Packstationfächern abzulegen).

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