Neues Geschäftsfeld

Lufthansa fliegt auf die Drohne

Drohnen sind ein Wachstumsmarkt. Jetzt hat auch die Lufthansa das Thema für sich entdeckt. Es geht um die Ausbildung von Drohnen-Piloten und sogar um den Betrieb der Flugobjekte. Was sich die Airline davon verspricht.
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Die Entwicklung von Drohnen zum Austragen von Waren steht noch am Anfang. Quelle: dpa
„Paketkopter“ von DHL

Die Entwicklung von Drohnen zum Austragen von Waren steht noch am Anfang.

(Foto: dpa)

FrankfurtOb diese Piloten irgendwann ihre blaue Lufthansa-Uniform ähnlich tragen wie die etablierten Flugzeugführer? Keiner weiß das heute. Auch nicht, ob die Piloten nach dem gut dotierten und derzeit von den Arbeitnehmer-Vertretern so vehement verteidigten Konzerntarifvertrag bezahlt werden. Doch solche Fragen sind sowieso erst einmal nebensächlich. Jetzt geht es darum, ein neues Geschäftsfeld zu entwickeln und zu erobern.

Genau das hat der oberste Lufthanseat Carsten Spohr vor. Man habe Drohnen als ein wichtiges Zukunfts- und Innovationsthema identifiziert, erklärte der Lufthansa-Chef diese Woche vor Journalisten. Als Airline habe man hier viel Know-how. Das soll möglichst gewinnbringend vermarktet werden, sind doch die Margen im klassischen Kerngeschäft eher traurig. Gerade einmal 1,5 Prozent des Umsatzes blieben im vergangenen Jahr als Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) hängen.

Spohr hat bereits recht genaue Ideen, wo die „unbemannte“ Reise für Europas größte Fluggesellschaft hingehen soll. Es geht etwa um die Ausbildung der Flugzeugführer. Tatsächlich klafft hier eine Lücke, könnte Lufthansa etwa mit seinem technisch bestens ausgerüsteten Trainingszentren attraktive und gefragte Dienste anbieten.

Und es geht um Wartung. Lufthansa Technik ist Partner der großen Flugzeughersteller bei der Wartung insbesondere von Langstreckenmaschinen. Das Unternehmen macht den Service für viele Fluggesellschaften, hält dazu bestens geschulte Mitarbeiter vor. Der Schritt zur Wartung von Drohnen ist nicht weit. Man bereite bereits eine Art Zertifizierung für die Wartung von Drohnen vor, sagt Spohr. Zudem sollen die Experten der „Hansa“ als Berater dienen.

Die besten Multikopter aller Klassen
Drohnen mit Kamera
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Parrot AR.Drone 2.0: Ein großer Quadrokopter mit HD-Kamera (720p). Die Steuerung erfolgt über Smartphone oder Tablet. Die Reichweite liegt laut Hersteller bei maximal 50 Metern. Während des Flugs werden Fotos oder Videos per Livestreaming auf das Mobilgerät übertragen. Die Aufnahmen werden bei Bedarf auch auf einem mitfliegenden USB-Stick gespeichert. Im "Regiemodus" lassen sich Flugbewegungen für die Kamera programmieren.

Sensoren wie Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Magnetometer und Ultraschallentfernungsmesser und Bodenkamera sorgen für eine präzise Steuerung und Stabilisierung der Flugbewegungen. Die AR.Drone ist in verschiedenen Versionen erhältlich, das Spitzenmodell, die GPS-Edition, ist mit einem USB-Stick ausgestattet, der als GPS-Modul und gleichzeitig Speicher für Flugaufnahmen dient. Preis: circa 340 Euro.

Blade 180 QX HD
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Ein kompakter Quadrokopter mit eingebauter HD-Kamera und Fernsteuerung. Für den Flug lassen sich unterschiedliche Neigungswinkel einstellen, sodass die Blade-Drohne entweder besonders ruhige Kameraflüge oder besonders kühne Flugmanöver vollführt. Der Blade 180 QX HD ist gut geeignet für Anfänger oder Anwender, die keine allzu hohen Ansprüche an die Kamera stellen. Preis: circa 140 Euro.

Nine Eagles Galaxy Visitor 6
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Ein Quadrokopter mit HD-Kamera für Einsteiger. Bilder und Videos werden per Wi-Fi auf ein Smartphone oder Tablet (iOS oder Android) übertragen. Fortgeschrittene Piloten können auch die Wendigkeit des Fluggeräts erhöhen und damit spannende Flugmanöver erproben. Preis: circa 170 Euro.

Blade 350 QX2 AP Combo
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Der Blade 350 QX2 AP Combo ist ein komplett ausgestatteter Quadrokopter mit HD-Kamera (1080p) und GPS. Er überträgt das Live-Bild auf iPhone oder Android-Geräte. Die 2-achsige Kameraaufhängung (Gimbal) gleicht Luftturbulenzen aus, um sanfte und unverwackelte Aufnahmen zu ermöglichen. Beruhigend für Anfänger: Mit "Return Home" kehrt der Quadrokopter automatisch zum Startplatz zurück. Preis: ab 390 Euro.

Parrot Bebop Drone
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Ein anspruchsvoller Quadrokopter für Hobbyflieger mit Full-HD-Kamera und GPS. Das Digicam-Modul knipst Fotos mit 14 Millionen Pixel und Superweitwinkel (180 Grad, Fisheye). Videos werden auf dem acht Gigabyte großen Flash-Speicher abgelegt. Gesteuert wird die Bebop-Dohne über Smartphone oder Tablet. Die entsprechende App ist neben iOS und Android auch für Windows Phone erhältlich, eine Seltenheit. Die Reichweite bei der Smartphone-Steuerung liegt laut Hersteller bei maximal 50 Metern. Als optionales Zubehör gibt es einen Skycontroller, der die Reichweite auf etwa 2000 Meter vergrößern soll. Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Magnetometer, Ultraschallsensoren und eine Bodenkamera helfen, die Flugbewegungen präzise zu steuern und Turbulenzen auszugleichen. Daneben ist die Parrot zu FPV-Brillen (First Person View) von Zeiss oder Sony kompatibel. Die maximale Flugdauer liegt bei elf Minuten. Preis: 499 Euro (mit Skycontroller: 899 Euro).

Hubsan X4
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Die Kamera des Quadrokopters Hubsan X4 hat eine Auflösung von 720 x 480 Pixeln und ist daher weniger für anspruchsvolle Luftaufnahmen geeignet. Immerhin hat der preiswerte Hubsan mit der Fernsteuerung eine Reichweite von bis zu 100 Metern. Durch den abnehmbaren Schutzring kann man das Fluggerät auch in geschlossenen Räumen ausprobieren. LEDs machen die Drohne nachtflugtauglich. Preis: circa 80 Euro.

Yuneec Q500 Typhoon
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Der Q500 Typhoon gehört zu den Spitzenmodellen unter den Hobbyfliegern. Er arbeitet mit einer Full-HD-Kamera, die 60 Bilder pro Sekunde schafft und damit auch schnelle Bewegungen erfasst. Die Kameraaufhängung (Gimbal) gleicht Wackler oder Luftturbulenzen auf drei Achsen aus. In die Fernsteuerung ist ein Videobildschirm integriert, in dem man die Aufnahmen live verfolgen kann. Die Flugzeit liegt bei ansehnlichen 20 bis 25 Minuten. GPS ist ebenfalls an Bord. Preis: circa 1.200 Euro.

Sicher: Lufthansa ist beim Thema Drohnen eher Spätzünder. Dennoch stehen die Chancen nicht schlecht, dass Lufthansa daraus ein interessantes Geschäft machen kann. So geht die „Association for Unmanned Vehicle Systems International“ davon aus, dass das Marktvolumen der Technologie bis 2025 auf 82,1 Milliarden Dollar wachsen und 100.000 Jobs schaffen könnte.

Lufthansa hat es auf die Fracht abgesehen
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