Neues Geschäftsfeld nach US-Vorbild
Börsen planen Handel mit Zertifikaten

Die Europäische Energiebörse in Leipzig (EEX) will den Handel mit Rechten auf den Ausstoß von Treibhausgasen ermöglichen. Das gab die Börse bekannt. Der Börsenrat hat die Geschäftsführung ermutigt, ein Handelsmodell zu entwickeln.

FRANKFURT/M. Die meist aus der Energiewirtschaft kommenden Mitglieder der Leipziger EEX erwarten sich von dem über die Börse laufenden Emissionshandel Synergieeffekte. Auch die weltgrößte Terminbörse Eurex führt seit kurzem Gespräche mit der Chicago Climate Exchange (CCX), verlautet aus Börsenkreisen. Ziel: Das Geschäftsmodell der CCX soll auf die Handels- und Clearing-Plattform der Eurex gehoben werden.

An der CCX werden bereits seit Oktober 2003 Rechte auf den Ausstoß von Treibhausgasen – allen voran Kohlendioxid (CO2) – versteigert und anschließend gehandelt. Während sich die Politik mit dem Erreichen der Klimaschutz-Ziele des Kyoto-Protokolls von 1997 schwer tut, hat die freie Wirtschaft Lösungen für einen marktkonformen Ansatz gefunden. Andere Börsen wollen nachziehen. Auch die Bayerische Börse in München diskutiert gemeinsam mit dem dortigen Wirtschaftsministerium die Frage des Börsenhandels von Emissionsrechten, verlautet aus Börsenkreisen

.

Die Politik beschäftigt sich vor allem mit der Zuteilung von Zertifikaten. Dies garantiert jedoch noch lange keinen liquiden Handel. Aber: „Einen europaweiten Handel wird es trotz EU-Richtlinie vorerst nicht geben“, heißt es bei der EEX als Warnung vor überzogenen Erwartungen.

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