Neues Gesetz
Wal-Mart muss höhere Kassenbeiträge zahlen

Maryland verpflichtet Wal-Mart zu höheren Krankenkassenbeiträgen Utl: Per Gesetz - Nach juristischen Niederlagen für Warenhauskonzern

HB ANNAPOLIS. Das Parlament von Maryland beschloss am Donnerstag ein Gesetz, wonach der Konzern die Ausgaben für die Krankenversicherung der Beschäftigten steigern muss.

Zur Begründung erklärten mehrere Abgeordnete, bislang könnten sich einige Wal-Mart-Beschäftigte die konzerneigene Betriebskrankenkasse gar nicht leisten und müssten daher von der staatlichen Gesundheitsfürsorge für Arme aufgefangen werden. Praktisch lasse sich Wal-Mart damit von den Steuerzahlern subventionieren. Das am Donnerstag verabschiedete Gesetz gilt formal für alle Konzerne mit mehr als 10 000 Beschäftigten in Maryland, trifft damit aber praktisch nur Wal-Mart.

Der Einzelhandelsriese musste sich in den vergangenen Monaten wegen des Umgangs mit seinen Mitarbeitern mehrfach vor Gericht verantworten: So verurteilte ein kalifornisches Gericht den Konzern zur Zahlung von 172 Mrd. Dollar Entschädigung an mehrere tausend Beschäftigte, denen die Mittagspause verweigert worden war. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf verwarf im November eine Ethik-Richtlinie, mit der der Konzern seinen 10 500 Mitarbeitern in der Bundesrepublik Liebesbeziehungen untereinander verbieten wollte. In den USA arbeiten für Wal-Mart rund 1,3 Mill. Menschen.

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