Neues Konzept bringt mehr Aussteller
Hannover Messe schafft die Trendwende

Das vergangene Jahr war für die deutschen Investitionsgüter-Hersteller in jeder Hinsicht ein Ausnahmejahr. Seit langem hat es nicht mehr solche Wachstumsraten gegeben. Vor allem die Exporte boomten, während die Inlandskonjunktur zur allgemeinen Enttäuschung immer noch nicht aus dem Tal heraus gekommen ist.

DÜSSELDORF. Für das laufende Jahr rechnen die Experten allgemein mit schwächeren Wachstumsraten für die weltweite Investitionsgüter-Konjunktur. Vor diesem Hintergrund könnte die Hannover Messe wichtige Hinweise für die weitere Entwicklung geben.

"Der Maschinenbau läuft rund", beschrieb der neue Präsident des Branchenverbandes VDMA, Dieter Brucklacher, vor kurzem die Lage der nach Beschäftigten größten deutschen Industriesparte. Sie bildet in Hannover den Schwerpunkt der Aussteller. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau stellte im vergangenen Jahr mit einem Produktionsvolumen von 136 Mrd. Euro und einem Anstieg um 5,2 Prozent einen Rekord auf. Die Branche geht davon aus, diesen Rekord im laufenden Jahr zu brechen. Die hohen Auftragsbestände sorgen für ein gutes Polster.

Allerdings wird sich das Wachstum abschwächen. Der Verband rechnet damit, dass die Dynamik der Weltwirtschaft nachlassen wird und erwartet daher für 2005 nur noch ein Wachstum der Produktion von drei Prozent.

Wichtig wird für die Branche sein, ob sich der Investitionsstau im Inland endlich auflöst. Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren nicht einmal die Ersatzinvestitionen getätigt. "Wir laufen Gefahr, den Anschluss an den Stand der Technik zu verlieren", warnt der VDMA-Präsident.

Auch die Elektroindustrie, die zweite große in Hannover vertretene Investitionsgüter-Branche, lebt derzeit vor allem von den Exporten. Sie sorgten im vergangenen Jahr primär dafür, dass der Umsatz der deutschen Elektroindustrie um vier Prozent auf 161 Mrd. Euro zulegte. Die zweitgrößte deutsche Industriebranche rechnet für 2005 mit einem schwächeren Wachstum und geht nur noch von einem Plus von drei Prozent aus. Auch hier warten die Marktteilnehmer auf eine Erholung der schwachen Inlandskonjunktur. "Das Wachstum im Inland ist weiter unbefriedigend", sagt der Präsident des Branchenverbandes ZVEI, Edward G. Krubasik.

Einigermaßen gut laufen die Inlandsgeschäfte im Investitionsgüter-Bereich nur für die Automatisierungs-Branche, die Energietechnik und die Auto-Elektronik. Aber auch hier hat sich zum Jahresende eine Beruhigung eingestellt. Hannover könnte wertvolle Fingerzeige geben, wohin die Reise geht.

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