Neues Preissystem als Reaktion auf Vorstoß der Branchengrößen in den deutschen Discount-Markt
Autovermieter Budget greift Sixt & Co an

Der Autovermieter Budget greift mit einem neuen Preissystem die Branchenführer Sixt, Europcar, Avis und Hertz auf dem umkämpften deutschen Markt an. „Künftig wird das Unternehmen nur noch zwei Tarife zu Festpreisen anbieten und damit das ’Aldi-Prinzip’ auf das Vermietgeschäft übertragen“, sagte Budget-Vorstand Michael Gehricke dem Handelsblatt.

FRANKFURT/M. Statt mit kurzfristigen Sonderaktionen werbe Budget mit dauerhaft geringen Komplettpreisen um Kunden, ergänzte er mit Blick auf die größeren Konkurrenten, die mit Billigtöchtern ins Niedrigpreissegment eingestiegen sind. Verbraucherschützer hatten mehrfach die hohen Nebenkosten und geringe Verfügbarkeit der Discount-Angebote kritisiert.

Budget reagiert mit seiner neuen Offerte auf den wachsenden Preiskampf der Branche in Deutschland. Trotz des neuen Preiskonzepts will das Unternehmen, das Ende 2002 von der Hamburger Albis Leasing übernommen wurde, bis 2005 in die Gewinnzone zurückkehren. „Wir sind absolut im Plan“, betonte Budget-Vorstand Alexander Kowatsch – obwohl immer mehr Billiganbieter auf den schrumpfenden Mietwagen-Markt drängten. Neben der zum Volkswagen-Konzern gehörenden Europcar mit dem Discount-Anbieter Interrent sowie Marktführer Sixt mit der Billigmarke Sixti offeriert inzwischen auch Avis über seine Discount-Tochter Avis Basic Billigangebote von 6 Euro pro Wagen und Tag.

Der Avis-Mutterkonzern Cendant hatte im Frühjahr 2003 die meisten europäischen Aktivitäten des US-Vermieters Budget erworben. Für Deutschland war Avis dieser Weg allerdings versperrt, da sich das deutsche Netz von Budget die Hamburger Albis Leasing gesichert hatte. Budget liegt mit einem Marktanteil von derzeit rund 2,3 % in Deutschland auf Platz sechs. Mit dem neuen Angebot will der Autovermieter bis 2006 den Marktanteil auf rund 10 % mehr als vervierfachen und damit unter die ersten Fünf in Deutschland aufsteigen, wie Gehricke sagte. Konkret bedeutet das neue Angebot, dass Budget an Stelle von 16 bis 20 Fahrzeugklassen in Deutschland ab sofort nur noch einen Economy-Tarif für 39 Euro sowie einen Business-Tarif für 59 Euro anbiete, erläuterte Kowatsch. Die Preise enthielten unbegrenzte Kilometer, Vollkaskoversicherung mit Selbstbehalt, Diebstahlschutz und Einwegfahrten. Sie könnten sowohl per Internet, Telefon als auch am Schalter gebucht werden. Die meisten Discounter bieten die Zusatzleistungen dagegen nur gegen Aufpreis an, die Angebote sind nur via Internet buchbar.

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