Neues Preissystem soll ab Herbst 2002 gelten
Bahn will mit Rabatten mehr verdienen

Die Preise der Deutschen Bahn AG sollen im Schnitt billiger werden. Das versprach der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Hartmut Mehdorn, bei der Vorstellung des neuen Preissystems, das ab Herbst 2002 gelten soll.

Handelsblatt BERLIN. Nach Schätzung von Hans Koch, Marketingvorstand für den Bereich Fernverkehr, könne das neue System ab dem Geschäftsjahr 2005 einen zusätzlichen Umsatz von 300 Mill. DM bringen. Auch im Ergebnis werde sich die veränderte Tarifstruktur niederschlagen. Dem stünden rund 200 Mill. DM an einmaligen Investitionen gegenüber.

Grundgedanke des Systems ist, über den Fahrkartenpreis die Auslastung der Züge besser zu steuern. Gleichzeitig sollen günstige Tarife für unausgelastete Züge zusätzliche Gäste auf die Schiene locken. Auf diese Weise hofft die Bahn, den Marktanteil im Personenverkehr bis 2015 um 20 % zu steigern. Die Zugauslastung solle in den nächsten fünf Jahren von 42 % auf 55 % steigen, sagte Mehdorn. Die Zahl von heute 3 Millionen Besitzer einer Bahncard soll bis dahin auf 10 Millionen wachsen.

Wie berichtet basiert das System auf drei Säulen: Erstens Grundpreise, zweitens ermäßigte Sonderpreise für Frühbucher, drittens die neue Bahncard. Sie soll Ermäßigungen auf alle Preise um 25 % gewähren. Für die Sonderpreise sind Kontingente vorgesehen. Der Verkehrsclub Deutschland und der Bund für Umwelt- und Naturschutz begrüßten das System, mahnten aber Verbesserungen im Nahverkehr an.

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