Neues Vertriebsmodell startet im September
Lufthansa verlängert Reisebüro-Frist

Überraschend hat Lufthansa allen Reisebüros, die bis zum Fristablauf am vergangenen Samstag die neuen Verträge nicht unterzeichnet haben, eine verlängerte Frist bis Mitte März zugestanden.

HB FRANKFURT/M. Lufthansa bot eine weitere Frist bis zum 15. März an. Dies teilte eine Lufthansa-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage mit. Die Kündigungen sollen vorsorglich trotzdem ausgesprochen werden.

Die Lufthansa will die bisherigen Ticket-Provisionen von fünf bis neun Prozent streichen. Dafür sollen die Reisebüros ihre Kosten den Kunden künftig selbst in Rechnung stellen. Die Reisebüros lehnen dies ab und hatten mit Boykotts und Klagen gedroht. Sie befürchten massive Einkommensverluste und eine Erhöhung der Ticketpreise. Die Lufthansa- Provisionen werden auf rund 200 Millionen Euro im Jahr geschätzt.

Nach Angaben der Lufthansa vom Donnerstagabend sind inzwischen fast 95 Prozent des Umsatzes auf die neuen Verträge umgestellt. Die Boykottdrohung Anfang der Woche habe zu keinem Rückgang bei den Buchungszahlen geführt. Mit der neuen Frist will das Unternehmen die übrigen noch fehlenden gut fünf Prozent des Umsatzes absichern. Die Reisebüros sind für die Lufthansa der mit großem Abstand wichtigste Vertriebskanal.

Die neue Frist wird nach Angaben der Lufthansa in den Schreiben zur Kündigung genannt, die in den nächsten Tagen an alle Reisebüros verschickt werden sollen, die die neuen Verträge nicht unterzeichnet haben. Die Anzahl der Kündigungen nannte Lufthansa auch auf Nachfrage nicht. Das neue Vertriebsmodell soll zum 1. September des Jahres starten.

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