Neun-Monats-Zahlen gesteigert
Baywa-Umsatz wächst durch Zukäufe

Europas größter Agrarhandels- und Baustoffkonzern Baywa hat in den ersten neun Monaten 2003 trotz Sommerdürre und Konjunkturflaute seinen Umsatz deutlich gesteigert.

HB MÜNCHEN. Das Umsatzplus von rund 14 % auf 4,5 Mrd. € resultiere jedoch zum größten Teil aus Zukäufen, besonders aus der Verschmelzung mit der WLZ Raiffeisen AG, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. „Unser Wachstumskurs läuft über Akquisitionen“, betonte Baywa-Chef Wolfgang Deml. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern weiterhin einen Umsatz von sechs Mrd. nach 5,3 Mrd. € im Vorjahr an. Beim Ergebnis soll der Vorjahreswert von 37 Mill. € wieder erreicht werden. Der Konzernüberschuss in den ersten neun Monaten habe sich von 23 auf 28,8 Mill. € erhöht.

Besonders deutlich fiel der Zuwachs im Bereich Energie aus. Das Umsatzplus von 38,7 % auf rund 1 Milliarde Euro resultiere vor allem aus der neuen Konzerntochter Tessol. Dieser Bereich solle im kommenden Jahr durch weitere Zukäufe weiter wachsen, betonte Deml, ohne Namen zu nennen.

Der Agrarbereich habe trotz der Sommerdürre ein Umsatzplus von 12,1 % auf rund 2,1 Mrd. € verzeichnet. Ohne die WLZ seien die Erlöse in diesem Bereich jedoch geschrumpft, betonte Deml. Probleme bereite angesichts sinkender Einkommen bei den Landwirten der Technikbereich. „Eins ist klar: Die Landwirte sind im Augenblick nicht in der Lage, aus diesen Umständen heraus zu investieren“, sagte Deml. Dies werde sich auch in den kommenden Monaten nicht verbessern.

Deml kündigte an, im kommenden Jahr wie in den Vorjahren rund 200 bis 300 Stellen zu streichen. Das Minus sei jedoch abhängig von der Entwicklung in den einzelnen Bereichen. „Wir sind ergebnisorientiert, nicht personalplanungsorientiert.“ Die Ausbildung sei von dem Rückgang jedoch nicht betroffen. Derzeit beschäftigt die Baywa 1540 Auszubildende bei insgesamt 15 381 Mitarbeitern.

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