New Yorker Juwelier
Tiffany verkauft mehr dank „The Gatsby“

Der bekannte US-Schmuckhersteller ist zum Jahresanfang in allen Regionen gewachsen. Dazu haben nicht nur Werbeaktionen, sondern auch die Präsenz in einem Hollywood-Streifen beigetragen.
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New YorkDer Juwelier Tiffany hat zum Jahresauftakt mit einem überraschend hohen Umsatzplus brilliert. Zuwächse in allen Regionen sowie die Werbeaktionen zum 175. Geburtstag ließen den Umsatz um mehr als neun Prozent auf rund 895 Millionen Dollar steigen, wie der US-Schmuckhersteller am Dienstag mitteilte.

Auch der Film "The Great Gatsby", zu dem Tiffany die Juwelen lieferte, habe dazu beigetragen, dass deutlich mehr der begehrten blauen Schmuckboxen über die Ladentheke gingen. Umsatztreiber im ersten Quartal ist zudem Valentinstag. Börsianer zeigten sich angetan: Die Tiffany-Aktie legte in New York deutlich zu.

Zuvor wiesen bereits die Zahlen des New Yorker Nobel-Kaufhauses Saks, des Handtaschen-Anbieters Coach sowie von Burberry und Giorgio Armani darauf hin, dass das Geschäft mit Luxuswaren wieder an Fahrt aufnimmt. Im vergangenen Jahr hatte noch das schwache Geschäft in Asien und eine enttäuschende Nachfrage nach Silberschmuck auf das Tiffany-Ergebnis gedrückt. Doch zum Jahresauftakt wuchs das Asiengeschäft um 14 Prozent - vor allem in China treibt der Luxuskonzern die Expansion voran.

In Japan, dem zweitgrößten Absatzmarkt des weltbekannten Juweliers, hätte das Umsatzplus ohne Wechselkurseffekte sogar bei 20 Prozent gelegen - durch die Yen-Abwertung schmolz der Zuwachs aber auf zwei Prozent.

Selbst in den USA erwacht allmählich wieder die Lust auf Luxus: Tiffany verbuchte dort sechs Prozent mehr Geschäft. Vor allem in der bei Touristen beliebten Filiale an der Fifth Avenue in Manhattan ging es wieder deutlich lebhafter zu als im vergangenen Jahr. Doch mit Blick auf die anhaltende Schwäche in den USA sowie den niedrigen Yen-Kurs bleibt Tiffany trotz des überraschend guten Starts ins Jahr bei seiner Gewinn-Prognose für das Gesamtjahr.

Tiffany will einen Gewinn von 3,43 bis 3,53 Dollar pro Aktie erzielen. Im bis Ende April laufenden ersten Quartal waren es 65 Cent und damit deutlich mehr als erwartet. Tiffany-Aktien lagen vorbörslich sieben Prozent im Plus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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