Niederländischer Einzelhandelskonzern
Hedge-Fonds wollen Ahold aufspalten

Zwei Hedge-Fonds haben es auf den niederländischen Einzelhandelskonzern Ahold abgesehen. Sie drängen das Unternehmen zur Aufspaltung und versprechen sich dadurch einen hohen Profit.

HB AMSTERDAM. Paulson & Co. und Centaurus Capital, die zusammen nach eigenen Angaben 6,4 Prozent an dem Unternehmen halten, gehen davon aus, dass mit einer Aufspaltung der Marktwert um mehr als ein Viertel auf 14 Mrd. Euro steigen wird. Die Fonds kündigten am Montag einen „konstruktiven Dialog“ mit dem Ahold-Management und den Aktionären an. Besprochen werden soll eine Restrukturierung, an deren Ende der Aktienkurs von Ahold auf mehr als 9 Euro steigen könne. An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen: Ahold-Aktien kletterten um 3 Prozent auf 7,34 Euro.

Aus mit der Situation vertrauten Kreisen verlautete indes, Centaurus und Paulson seien nicht an einer Übernahme der Firma interessiert, um sie dann aufzuspalten, wie es in einigen Medienberichten geheißen hatte. Den Kreisen zufolge sprachen die Fonds bereits mit Ahold-Finanzchef John Rishton. Ahold teilte dagegen mit, es habe keinen Kontakt zu den beiden Fonds gegeben. Ein Unternehmenssprecher sagte, Ahold plane nicht, am Montag eine Antwort auf das Anliegen der Hedge-Fonds zu geben.

Die Fonds schlagen unter anderem vor, das US-Geschäft von Ahold zu verkaufen. Die Firma soll sich ihrer Einschätzung nach allein auf das europäische Einzelhandelsgeschäft konzentrieren.

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