Niedrigpreispolitik
Krabbenpreise dramatisch gefallen

Die Preise für Krabben sinken derzeit dramatisch und zwingen die Fischer in einen knallharten Wettbewerb. Weil der Druck durch die Krabbengroßhändler weiter wächst, bereiten sie sich bereits auf einen Fangstopp vor.
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HamburgDeutschlands Küstenfischer schlagen Alarm: Die Erzeugerpreise für Krabben seien so dramatisch gefallen, dass sich die deutschen Fischer auf einen Fangstopp vorbereiten, teilte der Verband der Deutschen Kutter- und Küstenfischer am Donnerstag in Hamburg mit. 

Hintergrund des Preisverfalls sind zum einen die sehr guten Krabbenbestände in der Nordsee, die den Fischern seit November vergangenen Jahres überdurchschnittlich gute Fänge bescheren. 

Außerdem seien die Schollenbestände in der Nordsee sehr hoch, erläuterte der Verband. Das führt dazu, dass die Erzeugerpreise für Schollen niedrig sind. Darum fangen viele Schollenfischer lieber Krabben, das Angebot steigt also weiter. Ergebnis sind weiter sinkende Krabbenpreise. 

Die beiden einzigen Krabbengroßhändler für die Fänge der rund 400 Kutter in Deutschland, Dänemark und Holland, zahlen zur Zeit nur noch einen Kilopreis von 1,27 Euro, erklärte der Verband der Deutschen Kutter- und Krabbenfischer. Angesichts des Krabben-Angebots machten die Lebensmittelhändler „knallharte Niedrigpreispolitik gegenüber den Krabbengroßhändlern“, urteilte der Fischerverband.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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