Nivea-Konzern
Beiersdorf profitiert vom Konzernumbau

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf übertrifft die Erwartungen der Analysten. Der Überschuss steigt um knapp zehn Prozent. Der Hersteller von Nivea und Co. enttäuscht allerdings bei der Dividende.
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HamburgDie Frischekur für die "alte Dame" Beiersdorf zahlt sich langsam aus. Der Konzernumbau und die Konzentration auf Schwellenländer führten im vergangenen Jahr zu einem Gewinnplus von zehn Prozent, der Umsatz des Traditionsanbieters von Marken wie Nivea und Eucerin legte um sieben Prozent zu. Dennoch will Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich die Dividende nicht weiter nach oben schrauben.

Der seit knapp einem Jahr amtierende Heidenreich kündigte am Dienstag bei der Vorlage des Geschäftsberichts an, das Unternehmen werde im laufenden Jahr stärker als der Markt wachsen und die Umsatzrendite verbessern. Zugleich versicherte er: "Wir sind auf einem guten Kurs."

Anleger stimmten ihm dabei zu. Nach volatilem Start kletterte die Beiersdorf-Aktie zwischenzeitlich um fünf Prozent auf ein Rekordhoch von 70,19 Euro und war damit Dax-Spitzenreiter. Positiv wurden vor allem die ehrgeizigen Zukunftspläne aufgenommen. Beiersdorf setzt sich das Ziel, seine Marken Nivea, Eucerin und La Prairie in drei bis fünf Jahren in der Kosmetik-Spitzenliga zu etablieren. Dies gefalle dem Markt, sagte ein Händler.

Angesichts der schwächelnden westeuropäischen Märkte will sich der Hamburger Konzern nun noch stärker auf Schwellenländer konzentrieren und damit dem Beispiel der Konkurrenten Unilever und L'Oreal folgen, die dort seit längerem punkten.

Problemzonen bleiben die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, USA und China. "Wir sind in den USA zu klein, haben dafür noch keine Lösung", sagte Heidenreich. Zu Zukäufen will sich Heidenreich trotz eines guten Finanzpolsters nicht drängen lassen, diese führten auch "zu Ablenkung".

In China, wo der Fehlkauf der lokalen Haarpflegemarke C-Bons die Umsatzrendite der gesamten Kosmetiksparte drückte, macht der Beiersdorf-Chef Fortschritte aus. Im kommenden Jahr will der Konzern mit weltweit 17.000 Mitarbeitern dort die Gewinnschwelle knacken.

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