Noch auf Wachstumskurs
Werbeagenturen ringen um kreatives Personal

Die deutschen Werbeagenturen werden ihren Umsatz laut aktuellen Prognosen in diesem Jahr um 4,4 Prozent steigern. Nächstes Jahr soll das Geschäft noch besser laufen. Nur die Personalsuche bereitet den Werbern Probleme.

DüsseldorfMedia-Markt plakatiert in grellen Farben das „Ende des Preis-Irrsinns“, Ikea feiert in TV-Spots eine Hommage an das neue Zuhause und Opel bewirbt auf allen Kanälen das neue Elektromodell „Ampera“: Werbezurückhaltung war gestern. Nach der Krise sorgen steigende Werbeetats vieler Unternehmen wieder für ein wachsendes Geschäft der Werbebranche - und damit auch der Agenturen.

In diesem Jahr erwarten deutsche Werbeagenturen einen durchschnittlichen Umsatzzuwachs von 4,4 Prozent, im kommenden Jahr sollen es 5,4 Prozent sein. Zu dieser Prognose kommt der gestern veröffentlichte Herbstmonitor des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen (GWA). Der Verband vertritt nach eigenen Angaben 80 der führenden deutschen Werbe- und Kommunikationsagenturen, die insgesamt einen Umsatz von circa zwei Milliarden Euro erzielen.

„Die Branche ist auf einem Wachstumspfad und hat das Niveau von 2008 wieder erreicht“, sagte gestern GWA-Präsident Peter John Mahrenholz bei der Vorstellung der Zahlen. Besonders im Krisenjahr 2009 war das Geschäft der deutschen Agenturen kräftig eingebrochen - seitdem ist es stetig bergauf gegangen.

Dass die Agenturen das kommende Jahr besser einschätzen als das laufende, hält Mahrenholz für plausibel - trotz konjunktureller Unsicherheiten. Selbst wenn der Werbemarkt stagnieren würde, sagt er, würden zunächst die Ausgaben für die Werbebuchungen in den Medien sinken. Die Honorare der Agenturen blieben bei einer möglichen Krise erst einmal unberührt. Dem stimmt auch Lothar Leonhard zu, Chairman der deutschen Ogilvy-Gruppe, der heute auf der Mitgliederversammlung des GWA als Präsident kandidiert. „Die Auftragslage der Agenturen kann trotz einer Krise hoch sein“, sagt er. „Ein Nachlassen ist gegenwärtig nicht zu erkennen.“

Tatsächlich zeigt sich in der GWA-Umfrage, dass die Planungssicherheit unter den Agenturen ungewöhnlich hoch ist: 42 Prozent haben angeben, dass sie für 2012 mehr als 75 Prozent ihrer Umsätze für gesichert halten. Bei einem Drittel der befragten Agenturen stehen immerhin 50 bis 75 Prozent der Aufträge fest.

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„Wir brauchen eine zweistellige Rendite“

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