Nordeuropäische Markt soll Brot-und-Butter-Geschäft bringen
SAS sucht eine Strategie zum Überleben

Jörgen Lindegaard hofft auf die „4. Alternative“. So bezeichnet der Chief Executive Officer (CEO) und Präsident der skandinavischen SAS Group mit Sitz in Stockholm sein Konzept zur Rettung der Scandinavian Airlines System (SAS). Die finanziell schwer angeschlagene Fluggesellschaft kämpft um ihr Überleben.

STOCKHOLM. „Wir müssen realistisch sein“, begründet der Ingenieur Lindegaard seine Strategie, mit der er die größte Fluglinie Nordeuropas, gegründet 1946 von Dänemark, Norwegen und Schweden, in eine nachhaltig profitable Zukunft führen will. Zu den Big Players im globalen Luftverkehrsmarkt könne SAS nicht aufsteigen. Lindegaards „4. Alternative“ bezeichnet die Suche nach einer „profitablen Nische“ im Schatten der drei großen Spieler Air France, British Airways und Lufthansa im europäischen Markt. Denn eines will der Däne partout verhindern: Den Weg der KLM gehen. Die niederländische Fluglinie ist faktisch von der Air France geschluckt worden.

„In den kommenden zwei oder drei Jahren besteht für die SAS keine Notwendigkeit, sich eine der großen Fluggesellschaften aus dem Ausland als Kapitalpartner ins Haus zu holen“, urteilt der Luftfahrt-Analyst Hans Erik Jacobson von First Security in Oslo, „doch danach könnte sich die Marktperspektive geändert haben und neue Antworten erfordern“. Seit längerem kursieren im Markt immer wieder Spekulationen, dass die Lufthansa mit einer Kapitalbeteiligung bei der SAS einsteigen könnte. Beide gehören zu den Gründern des Serviceverbunds Star Alliance.

Der SAS-Chef glaubt den Königsweg für die Unabhängigkeit der SAS gefunden zu haben. Sein Konzept basiert auf drei Elementen: Aufstieg zum Marktführer in der Ostsee-Region,, starke Präsenz auf den Routen nach Westeuropa unter Einbezug des Tourismusmarktes Spanien und – „als Sahnehäubchen oben drauf“ (Lindegaard) – eine (beschränkte) Anzahl interkontinentaler Routen in die USA und nach Asien. Das Brot-und-Butter-Geschäft soll der Markt vor der Haustür bringen: „Wir wollen SAS zur wichtigsten Fluglinie im Ostseeraum einschließlich des Baltikums machen. Diese Region definieren wir als unseren Kernmarkt“.

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