Nordrhein-Westfalen
Kontrolleure prüfen weitere Kühlhäuser

Nachdem in mehreren Betrieben in Deutschland verdorbenes Fleisch gefunden worden ist, haben Lebensmittelkontrolleure in Nordrhein-Westfalen eine Überprüfung in Kühlhäusern durchgeführt. Demnach kann zumindest kurzfristig Entwarnung gegeben werden.

HB DÜSSELDORF. Die Kontrolleure entdeckten bei der landesweiten Überprüfung bislang kein weiteres verdorbenes Fleisch. Sie untersuchten 44 große Kühlhäuser sowie kleinere Lagerhäuser in der Nähe von Schlachthöfen, sagte ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums am Mittwoch in Düsseldorf.

Die Untersuchungen würden voraussichtlich mehrere Wochen andauern. Es gebe aber keine neuen Hinweise auf verdorbenes Fleisch, sagte der Sprecher. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, betonte er.

Die Behörden hatten in den vergangenen Tagen mehr als 130 Tonnen mutmaßlich verdorbenes Fleisch in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg sicher gestellt. Das Haltbarkeitsdatum des im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen beschlagnahmten Fleisches war den Ermittlern zufolge abgelaufen. Die Ware war aber mit neuen Etiketten versehen worden. In Nordrhein-Westfalen sind insgesamt 290 Kontrolleure für rund 190 000 Betriebe zuständig - vom Schlachter bis zur Imbissbude.

Die Kauflust der Deutschen schmälert der Skandal offenbar nicht. Im dritten Quartal 2005 wurden 1,1 Millionen Tonnen Schweinefleisch produziert, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Damit ist das Schwein in Deutschland nach wie vor der meistgefragte Fleischlieferant. Auch beim Geflügel gab es einen Zuwachs um 3,3 Prozent auf 260 000 Tonnen. Dagegen ist die Rindfleischproduktion mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 273 000 Tonnen weiter rückläufig. Insgesamt wurden in Deutschland im dritten Quartal knapp 1,7 Millionen Tonnen Fleisch hergestellt. Das waren 4,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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