Nordzucker

Zuckerhersteller schreibt wieder schwarze Zahlen

Die höheren Preise haben Nordzucker wieder in die Gewinnzone zurückgebracht. Der Zuckerhersteller hat im abgelaufenen Quartal einen Überschuss von gut 16 Millionen Euro erwirtschaftet. Doch neuer Preisdruck droht.
Der Zuckerhersteller ist wieder zurück in den schwarzen Zahlen. Quelle: dpa
Nordzucker

Der Zuckerhersteller ist wieder zurück in den schwarzen Zahlen.

(Foto: dpa)

BraunschweigEuropas zweitgrößter Zuckerhersteller Nordzucker ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 vor allem dank höherer Preise in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im Dreimonatszeitraum bis Ende Mai habe der Überschuss 16,3 Millionen Euro betragen - nach einem Minus von 6,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte die Nordzucker AG am Freitag in Braunschweig mit. Der Umsatz legte um rund 6 Prozent auf 398 Millionen Euro zu.

Für das laufende Geschäftsjahr kündigte das Unternehmen ein klar besseres Ergebnis als im Vorjahr an. 2015/2016 war der Überschuss um ein Viertel auf 15 Millionen Euro gefallen.

Die zehn größten Zuckerfallen im Essen
Schokolade
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Das Magazin Öko-Test hat 34 Lebensmittel auf ihren Zuckergehalt untersucht und sich die Tricks der Hersteller angeschaut. Gerne wird Süßes in Herzhaftem verstecken. Das Problem: Weniger ist nichts, daher rechnen Hersteller mit Miniportionen die Zuckergehalte gerne klein.

Rangliste mit Würfelzucker
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Als Orientierung und Vergleichsmaßstab rechneten die Tester den Gehalt des süßen Giftes in enthaltene Stück Würfelzucker à drei Gramm um. Die Gehalte an Glukose, Fruktose, Saccharose, Maltose, Laktose und Galaktose wurden analysiert und mit dem deklarierten Gesamtzuckergehalt verglichen.

Platz 10: Barbecue Sauce
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Nummer zehn der Liste ist die Premium Barbecue Sauce von Boydo. Sie enthält satte 23 Stück Würfelzucker – zusätzlich wird auch noch mit Karamellsirup gesüßt. Allerdings steht auf dem Etikett nicht einfach „Zucker“, denn das ist das Produkt „ist Bio also steckt Rohrzucker drin“ kommentiert „Öko-Test“. Das ist zwar herzlich egal, Rohrzucker ist in keiner Weise gesünder als herkömmlicher Kristallzucker, aber es klingt besser. Dafür stammt herkömmlicher Kristallzucker aus heimischen Zuckerrüben, Rohrzucker aus in den Tropen angebautem Zuckerrohr. Bio eben.

Platz 9: Beeren
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Ganze 60 Prozent Cranberries enthalten Seeberger Cranberries. Die hundert Prozent voll machen Zucker und Öl. „Das ist frech“, meint Ökotest, denn das Produkt heißt sicherlich sehr absichtlich nicht „gesüßte Cranberries“ oder „gesalzene Cranberries“ „wie vergleichbare Produkte direkt daneben im Regal.“ Zusammen mit dem natürlichen Zucker der Beeren, kommt das Produkt so auf stolze 57,3 Prozent Zucker – beziehungsweise 24 Stück Würfelzucker.

Platz 8: Müsli
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Von der Deklarierung „weniger Zucker“ sollten sich Verbraucher nicht täuschen lassen. „„Weniger Zucker“ heißt nicht „wenig““, bemerkt Öko-Test zu Kölln Cerealien Zauberfleks Honig, 30 % weniger Zucker. In der Tat: 29 Stück Würfelzucker stecken in den „Cerealien“.

Platz 7: Capuccino
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„Ohne Zuckerzusatz“ – und dennoch voller Zucker, zu 45,5 Prozent nämlich, das sind 30 Stück Würfelzucker. Laut Ökotest steht „hinten, klein“ auf der Verpackung auch noch, woher der Zucker kommt: Das Produkt "Rewe beste Wahl Typ Capuccino ohne Zuckerzusatz" enthalte ihn „von Natur aus“. „Natur“, das heißt in diesem Fall Süßmolken- und Magermilchpulver. „Dreist“ nennt Öko-Test das und zieht das Fazit: „Die Werbung mit „ohne Zuckerzusatz“ ist nichts anderes als Irreführung des Verbrauchers.

Platz 6: Essig
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Der Kühne Balsamissimo Cremig Mild ist ein gutes Beispiel für Zucker durch süßende Zutaten – in diesem Fall Traubenmostkonzentrat, im Gegensatz zu den ursprünglichen Trauben garantiert Vitamin und Calciumfrei. Das Ergebnis sind 33 Stück Würfelzucker im Essig.

Die Zuckerbranche steht vor einer Liberalisierung und damit vor großen Umwälzungen. Ab 2017 entfallen die bisher von der EU verordneten Vermarktungsquoten für die Zuckerunternehmen und der Mindestpreis, den Landwirte für ihre Rüben erhalten. Für die Zeit danach erwartet das Unternehmen wegen Kapazitätsausweitungen steigende Produktionsmengen in der EU - damit drohe erneut Preisdruck.

  • dpa
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