Northwest und Continental sollen hinzukommen
Übernahmeangebot für KLM hat begonnen

Am Montag hat das Übernahmeangebot von Air France an die niederländische KLM angefangen. Es soll der umsatzgrößte Luftfahrtkonzern der Welt mit einer Flotte von annähernd 500 Flugzeugen entstehen.

HB PARIS. Die Offerte endet am 3. Mai. Beide Fluglinien sollen mit gemeinsamer Strategie unter einer Holding bestehen bleiben. Obwohl Air France für alle KLM-Aktien bietet, wird die Holding drei Jahre lang nur 49 Prozent der Stimmrechte bei KLM haben. Der niederländische Staat behält zunächst 14,7 Prozent (mit der Option, im Krisenfalle auf 50,1 Prozent aufzustocken), zwei niederländische Stiftungen 36,3 Prozent.

Mit KLM wird Air France zudem zweitgrößter Frachtflieger der Welt hinter FedEx, aber vor United Parcels und der Deutschen Lufthansa. Alitalia und die tschechische CSA sollen zum Konzernverbund stoßen, sobald sie ausreichend saniert und privatisiert sind. Air France kam zuletzt (2002/03) bei 12,7 Milliarden Euro Umsatz auf 120 Millionen Euro Überschuss; KLM wies bei 6,5 Milliarden Euro Umsatz einen Verlust von 416 Millionen Euro aus. Die neue Gruppe hätte mehr als 100 000 Mitarbeiter.

Für September ist die Aufnahme der KLM in das Luftfahrtbündnis Sky Team um Air France, Delta Air Lines und Alitalia geplant, zu dem sich anschließend die US-Gesellschaften Northwest und Continental gesellen sollen. Damit würde SkyTeam das Bündnis Star Alliance um die Lufthansa, United Airlines und Singapore Airlines in den Kernmärkten Nordamerika, Nordatlantik und Europa überholen. Weltweit bliebe die Star Alliance mit 26 Prozent Marktanteil vor SkyTeam mit 21 Prozent.

Air France bietet für je 10 KLM-Aktien 11 eigene Aktien und 10 Bezugsrechte, mit denen die Eigner zum Stückpreis von 20 Euro im Verhältnis 3 zu 2 weitere Air-France-Aktien erwerben können. Diese Bezugsrechte mit dreieinhalb Jahren Laufzeit können erstmals 18 Monate nach Ablauf des Übernahmeangebots ausgeübt werden. Bei einer Ausübung aller Bezugsrechte erhöht sich das Kapital der Air France um 624 Millionen Euro und der Staatsanteil fällt von 54,4 auf 43,7 Prozent. Die alten KLM-Aktionäre hielten 19 Prozent am Konzern.

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