Nothilfe-Rabatte
Gratis-Autos für Hochwasseropfer

Billige Spaten, Freibier, Sandsäcke und Gratis-Autos: Die Flutkatastrophe ruft auch etliche Unternehmen auf den Plan, die Betroffenen helfen wollen. In Österreich treibt die Hilfsbereitschaft mitunter skurrile Blüten.
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DüsseldorfEinen kostenlosen Leihwagen, 30 Prozent Rabatt auf alles außer auf Pflanzen oder eine Null-Prozent-Finanzierung: Während der Scheitelpunkt der Flutwelle in einigen Hochwasser-Regionen noch erwartet wird, werben Unternehmen schon um die geschädigte Kundschaft. Andere hingegen rufen zu Spenden für die Opfer der Naturkatastrophe auf.

Eine ungewöhnliche Hilfsaktion hat Opel ins Leben gerufen. Der Autobauer bietet Hochwasser-Geschädigten an, kostenlos bis zu drei Wochen ein Auto auszuleihen. Betroffene können sich bei einer Hotline des Konzerns oder einem lokalen Opel-Händler melden.

Es genüge eine Bestätigung, dass das eigene Fahrzeug aufgrund des Hochwassers nicht fahrbereit ist. Diese müsse von Hilfsdiensten wie zum Beispiel dem Technischen Hilfswerk (THW), Polizei, Feuerwehr oder auch der Gemeinde ausgestellt werden.

„Wir wollen die Menschen schnell und unbürokratisch unterstützen“, heißt es von Opel. Bei den Flutkatastrophen in den Jahren 2002 und 2010 habe man mit ähnlichen Aktionen mehr als 1400 Haushalten helfen können, teilte der Autobauer mit, der unter einem Absatzrückgang leidet.

„Bis auf Pflanzen und Gartenartikel“

Auch die großen deutschen Baumarktketten zeigen sich solidarisch mit den Flutopfern. Ab Donnerstag gewährt die Baumarktkette Obi auf dringend benötigte Produkte wie Schaufeln, Pumpen, Hochdruckreiniger oder Gummistiefel einen Rabatt. „Man benötigt nur einen Nachweis von der Polizei oder der Feuerwehr, dass man betroffen ist“, sagt eine Sprecherin zu Handelsblatt Online. Darüber hinaus stellt Obi den betroffenen Gemeinden kostenlos Material zur Verfügung.

Beim Wettbewerber Praktiker gibt es einen Nothilfe-Rabatt von 30 Prozent auf das Warensortiment. „Bis auf Pflanzen und Gartenartikel“, schreibt die Pressestelle und weißt darauf hin, dass man nicht das große Geschäft machen wolle. „Die Aktion wird nicht beworben und nur auf Marktebene kommuniziert, da es nicht um Werbeeffekte oder Mehrumsatz geht, sondern ausschließlich den Hochwassergeschädigten zugute kommt.“ Die Märkte der Praktiker-Tochter Max Bahr bieten Betroffenen zudem bei Bedarf eine Null-Prozent-Finanzierung an (ab Warenwert 500 EUR). Die Regelung gilt zunächst bis Ende Juni.

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„Wir haben keine nassen Füße bekommen“

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