Nürburgring
Sanierungsexperten verhandeln mit Pächtern

Der Nürburgring befindet sich am Anfang seines Sanierungsprozesses. Der aktuelle Plan: zunächst soll mit den gekündigten Pächtern die Beendigung des Pachtvertrags unter Dach und Fach gebracht werden, dann kommt die Vermarktung.
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NürburgDie Sanierer des Nürburgrings arbeiten am Neustart: Die beiden Experten wollen zuerst mit den gekündigten Pächtern der Rennstrecke in der Eifel über deren Abzug verhandeln. Erst nach einer Vereinbarung über die Beendigung des Pachtvertrags und die Räumung sei der Weg frei für eine neue Vermarktung und die weltweite Suche nach Investoren.

Das sagten der vorläufige Sachwalter Jens Lieser und der Sanierungsgeschäftsführer der landeseigenen Besitzgesellschaft Nürburgring GmbH, Thomas B. Schmidt, am Mittwoch.

Die Gesellschafter der privaten Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive GmbH (NAG), Jörg Lindner und Kai Richter, gingen derweil in die Offensive: In der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag) wehrten sie sich gegen den Vorwurf, Schuld an der Pleite zu sein.

Sie attackierten die Landesregierung und brachten die Idee ins Spiel, selbst für die Rennstrecke zu bieten. „Wir haben ein Konzept für das Formel-1-Rennen am Nürburgring entwickelt, das ohne einen Geldzuschuss des Landes auskommt“, sagte Lindner der „Zeit“.

Die Nürburgring GmbH hatte Insolvenz beantragt, weil Pachtzahlungen der Betreiber ausblieben und die EU-Kommission eine neue Finanzspritze des Landes Rheinland-Pfalz nicht genehmigen will.

Zu den Entscheidungen der Sanierer gehört auch die Entscheidung, die bisherigen Geschäftsführer der Besitzgesellschaft, Gerd Weisel und Hans-Joachim Koch, von ihren Aufgaben zu entbinden. Ziel der Maßnahmen sei, die Arbeitsplätze und Unternehmen im Umfeld der Rennstrecke zu erhalten.

Zudem gehe es darum, Großveranstaltungen wie die Formel 1 und „Rock am Ring“ weiter an den Nürburgring zu binden und neue Veranstaltungen zu gewinnen. Entsprechende Planungen für 2013 laufen bereits an. „Der Zeitdruck ist hoch“, sagte Schmidt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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