Nur die durchschnittliche Reisedauer sank um einen halben Tag
Auch bei schwächelnder Wirtschaft lockt der Urlaub

Angesichts schwacher Wachstumszahlen ringen Kanzler, Opposition und Wirtschaft um einen Aufschwung. Viele Deutsche sparen da lieber für die ungewisse Zukunft, als ihr Geld in Geschäfte zu tragen. Das hindert sie jedoch nicht an ihren Ferienreisen.

HB DÜSSELDORF. Eine Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R) hat ergeben, dass die Deutschen auch in der Wirtschaftskrise dem Urlaub einen hohen Stellenwert einräumen. Die Umfrage wurde am Freitag auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin vorgestellt.

Die Forschungsgemeinschaft befragte im Januar 2005 in jeweils einstündigen persönlichen Interviews 7703 Personen ab 14 Jahren. Auf die Frage „Wo würden Einsparungen am schwersten fallen?“ wurden an erster Stelle Lebensmittel genannt (34 Prozent), gefolgt von Gesundheit (32 Prozent) und der Urlaubsreise (28 Prozent). Erst danach folgen Bedürfnisse wie Auto, Kleidung oder Wohnen.

Auch der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter-Verband (DRV) hat kaum erkennbaren Einfluss der in anderen Branchen nach wie vor beklagten Konsumzurückhaltung festgestellt. Die Gesamtzahl der Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer habe 2004 bei 79,9 Millionen gelegen und damit um 2,4 Millionen höher als 2003, berichtete DRV- Präsident Klaus Laepple.

Allerdings sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um einen halben Tag. Die Kurzreise liegt im Trend. Liebstes Reiseziel der Bundesbürger sei dabei mit über 30 Prozent Deutschland, berichtete F.U.R. Und als beliebte Urlaubsformen jetzt und künftig nannten die Reiseexperten All-inclusive-Hotels und Städtereisen, aber auch Kur und Kultur im Urlaub oder Kreuzfahrten.

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