Nur die erste Streik-Runde endet
Bei der Lufthansa droht der Dauer-Streit

Die erste Streik-Runde der Piloten endet heute – doch eine Lösung im Tarifkonflikt zeichnet sich nicht ab. Weiterhin setzen beide Seiten auf brachiale Rhetorik und geben sich unversöhnlich – kein gutes Zeichen.
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DüsseldorfDrei Tage haben die Piloten nun gestreikt. 3800 Flüge sind ausgefallen, 425.000 Passagiere waren betroffen – doch der Tarifkonflikt ist damit nicht gelöst. „Ich hoffe, dass wir mit dem Streik so viel Druck gemacht haben, dass wir Gespräche entweder am Wochenende oder Anfang nächster Woche führen können“, sagte Cockpit-Vorstand Markus Wahl. Damit hätte man Zeit, um sich mindestens zwei Wochen in Ruhe zu unterhalten. Die Lufthansa hofft, dass bis Anfang Mai eine Einigung gefunden wird.

Nach dem harten Streik sind die Fronten allerdings verhärtet: Im „Handelsblatt“ übt Lufthansa-Chef Christoph Franz scharfe Kritik am Ausstand. Der Streik sei „unverhältnismäßig“ und belaste den Gewinn mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Experten gehen von einem Schaden zwischen 25 und 30 Millionen Euro pro Streiktag aus. Auch Kay Kratky, Vorstandsmitglied der Lufthansa Passage, stellt derzeit kein neues Angebot in Aussicht. Seiner Ansicht nach enthalte die Offerte aus der vergangenen Woche ausreichend Substanz, über die man reden könne. Er warnt vor einem weitreichenden Imageschaden für die Lufthansa. „Die Folgen dieses Streiks sind verheerend.“

Eine Einigung scheint nicht so schnell in Sicht: „Auch wenn beide Seiten Gesprächsbereitschaft bekunden: Die Piloten wollen erst dann reden, wenn Lufthansa ein neues Angebot auf den Tisch legt“, berichten Insider. Offenbar reden beide Seiten derzeit aneinander vorbei. Das Lufthansa-Verhandlungsteam rund um Personalchefin Bettina Volkens will auch die Piloten am Sparprogramm Score beteiligen. Die Piloten fordern dagegen eine neue Offerte. Die letzten Gespräche endeten daher ergebnislos, berichten Beobachter.

Optimistischer ist dagegen Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute und 2012 Schlichter im Tarifstreit zwischen dem Kabinenpersonal und Lufthansa. Er glaubt nicht an eine zweite Streikwelle. „Die Piloten wissen, dass sie nur einen Schuss haben, der sitzen muss“, sagte er im Morgenmagazin des ZDF. Deshalb wäre der Ausstand auch auf drei Tage angelegt worden.

Auch heute werden deswegen noch einmal Hunderte Verbindungen ausfallen, weil die Piloten ihre bisherige Übergangsversorgung retten und höhere Gehälter durchsetzen wollen.

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  • Von mir aus können alle Fluglinien das ganze Jahr über streiken. Das kommt der Umwelt zu Gute.

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