Nur moderates Wachstum erwartet
Bei Thomas Cook regiert der Rotstift

Wegen der bisher schwersten Krise der Reisebranche haben zahlreiche Veranstalter die Kostenschraube deutlich angezogen. So auch Europas zweitgrößter Touristikkonzern Thomas Cook, der nach Aussage von Konzernchef Stefan Pichler mit seinem Kostensenkungsprogramm gut voran kommt.

HB FRANKFURT. Thomas Cook erwartet auch in den kommenden Jahren nur ein moderates Wachstum. Harte Kosteneinschnitte vor allem im Flugbereich, darunter auch deutlich niedrigere Tariflöhne, sowie das Zurückdrängen der Last-Minute-Billigreisen sollen dennoch die zuletzt schwachen Erträge steigern helfen. „Es gibt keine Tabus“, betonte Konzernchef Stefan Pichler am Montagabend vor Journalisten.

Der europäische Touristikmarkt wird 2004 nach Einschätzung des Cook-Chefs zwischen drei bis vier Prozent zulegen und erst 2006/2007 wieder das bisherige Rekordniveau von 2000/2001 erreichen. Pichler gibt sich damit vorsichtiger als der Chef des Marktführers Tui, Michael Frenzel, der für 2004 mit einem höheren Branchenwachstum in Europa von fünf Prozent kalkuliert. „Die Trendwende ist aber spürbar. Das Urlaubsgeschäft kommt wieder in Schwung“, sagte auch Pichler. Das Konsumklima in Deutschland beginne sich zu verbessern. Der Cook-Konzern liege in seinem vierten Quartal (August bis Oktober) beim Umsatz konzernweit nur noch ein bis zwei Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Auf das Gesamtjahr bezogen liegt der Konzernumsatz derzeit noch rund sieben Prozent hinter dem Vorjahr zurück.

Cook hatte nach Ablauf von neun Monaten seines Geschäftsjahres 2002/2003 mit einem operativen Verlust von 231 Mill. € vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) ein doppelt so schlechtes Ergebnis erzielt wie im Vorjahr. Anlass zur Hoffnung gäben aber die ersten Buchungswochen für die Wintersaison, sagte Pichler. Die Umsätze lägen vor allem dank der ausgeweiteten Frühbucherrabatte bereits gut fünf Prozent über dem Vorjahreswert, sagte Pichler. Das zum Teil veränderte Angebot von mehr Fernreisen und individuell auswählbaren Urlaubsvarianten in diesem Winter mache sich positiv bemerkbar.

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