Nutella-Hersteller Ferrero-Erbe lässt los – aber nicht ganz

Giovanni Ferrero zieht sich aus dem Tagesgeschäft des gleichnamigen Süßwarenkonzerns aus Alba zurück. Damit nimmt er sich ein Beispiel am verstorbenen Patriarchen Michele. Doch die Macht bleibt in der Familie.
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Der Unternehmer zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück. Quelle: Reuters
Giovanni Ferrero

Der Unternehmer zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück.

(Foto: Reuters)

HamburgFerrero-Erbe Giovanni Ferrero zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück. Der 53-jährige werde „Executive Chairman“, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ab September wird der bisherige Zentral- und Osteuropa-Chef Lapo Civiletti den CEO-Posten übernehmen.

Ferrero begründet den Schritt damit, dass das Unternehmen so seine internationale Expansion vorantreiben wolle. Giovanni Ferrero, der 2011 die Konzernleitung übernommen hatte, wolle seine Kraft für strategische Fragen einsetzen – eine Rolle, die bis zu seinem Tod vor zwei Jahren auch sein Vater Michele Ferrero ausgefüllt hatte.

„Dies ist eine bedeutsame Zeit für den Konzern und wir sind bereit, die neuen Gelegenheiten zu ergreifen, die sich unserem Unternehmen bieten“, ließ sich Civiletti zitieren. „Ich werde mich ganz der Aufgabe verschreiben, die strategische Richtung von Giovanni Ferrero zu verfolgen, an seiner Seite, mit einem sehr talentierten Führungsteam und in Zusammenarbeit mit all meinen Ferrero-Kollegen auf der ganzen Welt.“

Wofür die Europäer am meisten ausgeben
Platz 10: Hosen (Damen)
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Mode geht immer: Im Jahr 2016 liegt der Umsatz mit Hosen und Jeans aus dem Bereich Damenbekleidung in Europa bei insgesamt 30,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Herren kommen nur auf einen Umsatz von 26,6 Milliarden Euro.

Quelle: statista.com. Die Rangfolge beruht auf den Daten des Statista Consumer Market Outlook und zeigt die Anteile der wichtigsten Produktkategorien am gesamteuropäischen Inlandsangebot von Fast Moving Consumer Goods und Bekleidung.

Platz 9: T-Shirts und Unterhemden
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Laut der Studie lassen sich die Männer und Frauen aus Europa T-Shirts und Unterhemden jährlich um die 32,4 Milliarden Euro kosten. Der Wachstum in diesem Markt fällt allerdings zurück.

Platz 8: Brot
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Deutsches Brot ist weltweit beliebt, seit 2011 befindet es sich auf dem Weg, zum Weltkulturerbe der Unesco zu werden. Europaweit wird in 2016 Brot in einem Gesamtwert von 34,6 Milliarden Euro gekauft.

Platz 7: Tafelwein
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Laut Statista wurden im vergangenen Jahr allein in Italien rund 20,5 Millionen Hektoliter Wein getrunken. In Europa wird in diesem Jahr Wein im Gesamtwert von 38,9 Milliarden Euro gekauft. Außerdem auf Platz sieben: Lederschuhe.

Platz 6: Käse
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Käse oder Wurst? Die Europäer mögen lieber das Milcherzeugnis. 39,2 Milliarden Euro geben sie dafür im Jahr 2016 aus, für Wurst nur 31 Milliarden.

Platz 5: Aufschnitt, Braten und Fleischwaren
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Dafür schlagen sie beim Fleisch zu: 46,7 Milliarden Euro beträgt der Umsatz in diesem Bereich (ohne Wurstwaren, Schinken und Speck).

Platz 4: salzige und süße Kuchen und Gebäcke
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Nach herzhaft kommt süß – oder in diesem Fall davor, denn Kuchen und Gebäck schaffen es auf Platz 4. 48,8 Milliarden Euro geben die Europäer für die Leckereien aus.

Giovanni Ferrero hat das Familienunternehmen in den vergangenen Jahren durch Zukäufe gestärkt. Das galt als Abkehr vom Kurs seines Vaters, der aus eigener Kraft das Unternehmen aus dem Piemont seit den 1950er-Jahren zu Weltgröße gebracht hatte. Giovanni Ferrero bleibt offenbar aktiv: An ihn sollen direkt unter anderem der Strategie-Chef und die Chef-Entwickler berichten.

Ferrero International mit Sitz in Luxemburg hat 2015/16 erstmals die Schwelle von zehn Milliarden Euro überschritten. Davon kommen gut zwei Milliarden Euro aus Deutschland mit Produkten wie Nutella, TicTac und Hanuta. Das Geschäft läuft gut: Der Umsatz legte im vergangenen Jahr weltweit um 13,4 Prozent zu.

Giovanni Ferrero gilt in Italien dennoch nicht als geborener Unternehmer. Eigentlich sollte, so heißt es, sein Bruder Pietro die Leitung des Familienunternehmens übernehmen. Allerdings verunglückte dieser vor einigen Jahren in Südafrika tödlich. So musste der Buchautor Giovanni Ferrero die Aufgabe übernehmen – mit Fortune.

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