Nutzungskosten der Schienenwege
Bahn fürchtet um ihre Konkurrenzfähigkeit

Protestkundgebung der EVG

Zugleich kamen aber auch mehr Züge verspätet ans Ziel. Der bundeseigene Konzern hatte im vergangenen Jahr angekündigt, bis 2030 insgesamt 25 Orte ins Intercity-Netz aufzunehmen und alle zwei Stunden anzufahren. So könnten fünf Millionen potenzielle Kunden zusätzlich erreicht werden, hieß es.

Die EVG hat für Montag (13.00 Uhr) vor dem Bundesverkehrsministerium in Berlin eine Protestkundgebung gegen die Pläne der Bundesregierung angekündigt. Sie befürchtet auch den Verlust von Arbeitsplätzen. Die Gewerkschaft fordert statt einer Erhöhung eine Senkung der Trassenpreise. Nur so könne die Bahnbetreiber im Wettbewerb mit dem Straßen- und Luftverkehr bestehen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte dem „Münchner Merkur“, ein Ausgleich von Einnahmeausfällen durch den Bund wäre nichts anderes als „eine Subventionierung des Fernverkehrs durch den Bund“, die mit ihm nicht zu machen sei. „Eine Staatsbahn wie in alten Zeiten wollen wir nicht.“ Er gehe davon aus, dass die Einnahmen von DB Netz durch den insgesamt steigenden Bahnverkehr wachsen würden. Das sei auch rechnerisch nachgewiesen. Die Trassenpreise würden nur moderat steigen, insgesamt unter 1,8 Prozent im Jahr.

Die Deutsche Bahn betreibt das gut 33.000 Kilometer lange Schienennetz und stellt dafür allen Anbietern Gebühren in Rechnung - auch den eigenen Nahverkehrs- und Fernzügen. Der Regionalverkehr wird von den Bundesländern bestellt, einen Großteil der Kosten übernimmt der Bund. Den Fernverkehr betreibt die Bahn in eigener Verantwortung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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