Oberster Gericht sieht Fehler der Vorinstanz
Urteil gegen Ex-Enron-Prüfer aufgehoben

Wegen Fehlern der Vorinstanz hat das Oberste US-Gericht ein Urteil gegen das Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen Arthur Andersen, die ehemalige Buchprüfungsfirma des zusammengebrochenen Energiehändlers Enron, aufgehoben.

HB HOUSTON. Der Gericht befand am Dienstag einstimmig, dass die Geschworenen in dem Gerichtsverfahren in Houston (Texas) 2002 nicht ausreichend über die Frage unterrichtet worden waren, inwieweit den Andersen-Mitarbeitern bei der Vernichtung von Aktien klar war, dass sie gegen Gesetze verstießen.

Das in den Skandal um die Pleite des Energie-Konzerns Enron verwickelte Unternehmen war wegen Behinderung der Justiz zu fünf Jahren Bewährung und einer Geldbuße von 500 000 Dollar verurteilt worden. Das Bundesgericht in Houston verhängte damit die höchst mögliche Strafe gegen die einst hochangesehene Firma, die aber nach dem Auffliegen des Bilanzfälschungsskandals ihre Reputation verlor und fast 90 % ihrer Mitabrieter entlassen musste.

Andersen war beschuldigt worden, Enron-Papiere vernichtet und damit Ermittlungen der Börsenaufsicht SEC behindert zu haben. Die Ankläger und die SEC hatten für die Maximalstrafe plädiert, um damit ein Exempel zu statuieren und zu zeigen, dass derartige Methoden in den USA mit äußerster Härte geahndet würden. Die fünfjährige Bewährung bedeutete, dass sich Andersen in dieser Zeit an Auflagen des Gerichts halten muss. Andernfalls drohten dem Unternehmen noch höhere Geldbußen.

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