Öger-Tours-Gründer

Vural Öger stellt Nachfolgefirma ein

Die türkische Tourismuswirtschaft leidet unter den politischen Krisen. Die Zahl der Krisen ist dramatisch eingebrochen. Der Reiseunternehmer Vural Öger zieht deshalb nun Konsequenzen.
2010 hatte der Reiseveranstalter Thomas Cook von dem türkischstämmigen Geschäftsmann Öger Tours für rund 30 Millionen Euro übernommen. Quelle: dpa - picture-alliance
Vural Öger

2010 hatte der Reiseveranstalter Thomas Cook von dem türkischstämmigen Geschäftsmann Öger Tours für rund 30 Millionen Euro übernommen.

(Foto: dpa - picture-alliance)

HamburgDer Reiseunternehmer Vural Öger, der nach dem Verkauf von Öger Tours 2010 ein Comeback gestartet hatte, stellt den Betrieb seiner Nachfolgefirma V.Ö. Travel wegen Zahlungsunfähigkeit ein. Öger habe die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt, sagte eine Sprecherin des 2014 gegründeten Unternehmens am Mittwoch. V.Ö. Travel ist auf Türkei-Reisen spezialisiert und hat in Hamburg 18 Mitarbeiter. „Wir mussten zuletzt jede Reise subventionieren“, sagte Öger dem „Hamburger Abendblatt“ (Mittwoch), das zuvor darüber berichtet hatte.

Das Unternehmen stelle den Betrieb ein, hieß es auch im Internetauftritt. Ein Versicherer werde geleistete Zahlungen der Reisenden entsprechend den gesetzlichen Verpflichtungen erstatten.

Die Firma soll im zurückliegenden Jahr drei Millionen Euro Verlust gemacht haben, schrieb das Blatt. „Die politischen Krisen betreffen die gesamte türkische Tourismuswirtschaft. Die Zahl der Buchungen ist dramatisch eingebrochen.“ Überangebote hätten einen Preisverfall ausgelöst, sagte Öger. Sein Geschäftsmodell habe keine Zukunft.

Zur Gruppe gehören eine Veranstaltungsagentur und Hotelkette in der Türkei sowie ein Flugveranstalter. Mit seiner Investmentgesellschaft für Start-up-Unternehmen will Öger aber offensichtlich weitermachen.

2010 hatte der Reiseveranstalter Thomas Cook von dem türkischstämmigen Geschäftsmann Öger Tours für rund 30 Millionen Euro übernommen. Öger, der 1961 nach Deutschland kam, hatte sein Lebenswerk von 1969 an aufgebaut. Er bot zunächst Charterflüge für türkische Gastarbeiter in die Heimat an und entwickelte daraus eine ganze Unternehmensgruppe.

In diesen Städten sind die Hotels am teuersten
Platz 12: Doha (Katar)
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Der Finanzdienstleister Bloomberg hat die Preise von Hotels in 100 Städten weltweit verglichen. Auf Platz zwölf der teuersten Hotel-Städte weltweit landet Doha. In der Hauptstadt von Katar gibt es viele Hotels – Tendenz steigend. Grund dafür sind vor allem die Menschen, die zum Arbeiten in das Land kommen. Touristen müssen für eine Nacht in einem Hotel 223 Dollar bezahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 1,3 Prozent. Reisende, die auf der Suche nach einem billigen Hotelzimmer sind, sollten diese Städte möglichst meiden. Denn es geht noch teurer...

Grundlage für die Bloomberg-Rechnungen waren die angebotenen Preise des Online-Reisebüros Expedia für den 1. bis 10. August dieses Jahres sowie den 1. bis 10. Februar 2016. Auf diese Weise sollten Ferien, Werbeaktionen und Tagungspreise berücksichtigt werden.

Quelle: bloomberg.com

Platz 11: London (Großbritannien)
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227 Dollar pro Nacht in einem Hotel – in London ist gar nichts billig. Günstige Hotels musste Großbritanniens Hauptstadt nie bieten. Seit Jahren strömen die Touristenmassen auch so nach London. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Hotelpreise um 3,2 Prozent gestiegen. Verglichen wurden die Preise für ein Doppelzimmer für zwei Erwachsene, Hotelsterne wurden dabei außer Acht gelassen.

Platz 10: Hongkong (China)
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Hongkong ist eine der attraktivsten Destinationen für Städtereisen. Reisende müssen allerdings bei der Hotelsuche tiefer in die Tasche greifen: 236 Dollar kostet ein Doppelzimmer im Durchschnitt (Anstieg: 2,3 Prozent). Angetrieben werden die Preise in den Städten, in denen es einen Mangel an zur Entwicklung bereitstehendem Land gibt und die Zahl der verfügbaren Zimmer begrenzt ist.

Platz 9: Los Angeles (USA)
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Strand und Sonne, Stars und Sternchen – Los Angeles hat einiges zu bieten. Die Hotels sind im Vergleich zu anderen Metropolen der USA noch relativ günstig: 237 Dollar kostet eine Hotelübernachtung. Dennoch sind die Preise innerhalb eines Jahres um 23,8 Prozent nach oben geschossen. Bei den 5-Sterne-Hotels, die mit Spa, Sportklub oder Sportplätzen zu den luxuriösesten gehören, steht Los Angeles an zweiter Stelle. In dieser Kategorie kostet ein Zimmer 584 Dollar.

Platz 7 (1): Miami (USA)
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Einen achten Platz gibt es laut Bloomberg nicht, dafür teilen sich zwei US-amerikanische Metropolen Rang sieben: Für 240 Dollar können Miami-Urlauber ein Hotelzimmer für eine Nacht finden. Viel teurer sind die Zimmer aber nicht geworden: die Preise sind um 1,8 Prozent gestiegen.

Platz 7 (2): Chicago (USA)
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Der zweite siebte Platz geht an Chicago. Eine Hotelübernachtung kostet hier wie in Miami 240 Dollar, allerdings sind die Preise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Chicago ist ein teures Pflaster und das bekommen vor allem Hotelgäste zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahr müssen sie um die 63,8 Prozent mehr bezahlen.

Platz 6: Tel Aviv (Israel)
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Wer in die lebhafte Stadt in Israel reisen will, muss mehr Geld mitnehmen. Die Hotelpreise in Tel Aviv sind nämlich um 8,3 Prozent gestiegen. So kostet ein Doppelzimmer im Hotel pro Nacht 241 Dollar.

  • dpa
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