Österreichs Regierung hat entschieden
Austrian Airlines vor Privatisierung

Österreichs Regierung hat den Startschuss für die Privatisierung der wirtschaftlich angeschlagenen Austrian Airlines AG gegeben. Ein deutscher Luftfahrtkonzern hat gute Karten für den Einstieg bei der Fluglinie, die 2008 einen Verlust von bis zu 90 Millionen Euro einfliegen wird.

HB WIEN. Die Österreichische Industrieholding (ÖIAG), die den knapp 43-prozentigen Staatsanteil hält, wird ermächtigt, die Austrian Airlines (AUA) bei Erhaltung einer österreichischen Kernaktionärsstruktur von 25 Prozent plus einer Aktie zu privatisieren, sagte Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) am Dienstag nach dem Ministerrat vor Journalisten.

Der Verkauf soll bis spätestens Ende 2008 erfolgen. Damit gibt die Regierung der ÖIAG mehr Zeit als zuletzt genannt, um den Staatsanteil zu verkaufen. Bisher hieß es, dass bis Ende Oktober, ein Monat nach der Parlamentswahl, ein Partner gefunden werden soll.

„Die AUA braucht einen Partner für den wirtschaftlichen Bestand. Heute wurde der Privatisierungsauftrag beschlossen“, sagte Molterer. Nach Prüfung und Evaluierung der Angebote werde eine „Short List“ erstellt und den Gremien der ÖIAG zur Beschlussfassung vorgelegt, hieß es vom Finanzminister. Sollte keine strategische Partnerschaft möglich sein, würden 2009 weitere Maßnahmen notwendig, um eine nachhaltige „Stand alone“-Variante sicherstellen zu können, hieß es. Welche Maßnahmen dies seien, ließ Molterer offen.

„Die AUA ist ein hochinteressantes Unternehmen. Seien Sie versichert, dass an der AUA hohes Interesse besteht und daher ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen gegeben sein wird“, sagte Molterer. Gelingt der Verkauf an einen strategischen Partner aus der Luftfahrt nicht, dann droht der AUA nach Angaben des Managements ein Sparprogramm mit drastischem Personalabbau. Vorstand Andreas Bierwirth hatte in der Vorwoche erklärt, ohne Partner sei eine Halbierung der aktuellen Flotte von derzeit knapp 100 Flugzeugen auf 40 bis 50 Flugzeuge notwendig.

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