Mit scharfen Worten zog einer der Geschäftsführer der Oettinger-Brauerei im Firmenblog über die Presse her. Michael Mayer schrieb, dass den Medien nicht zu trauen sei. Nun relativierte er seine Worte.

Kommentare

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  • Der Mann hat völlig recht. Was ich in meiner Lokalzeitung unter Wirtschaft und Politik lese, habe ich am Tag zuvor fast identisch schon im Internet gelesen.

    Lediglich der Bericht vom lokalen Schützenfest ist echte, selbst recherchierte Information.

  • Ich sage hier nur: Freiheit für alle! Der Journalist darf und kann sorglos schreiben, wenn er die Qualität des Bieres handwerklich als 'schlecht' empfindet. Das Gleiche gilt aber auch umgekehrt und muss zulässig sein. Ansonsten gilt: "Der Aufschrei ist dort am Größen, wo der Stachel am tiefsten sitzt."

  • Spätestens seit Paris gibt es auch Lügen TV.
    Die Polit Mischpoke traut sich nicht mehr unters Volk. Haben die Hosen u. Röcke gestrichen voll.
    Einfach nur armselige übersatte Figuren. Deutsche wehrt euch!!

  • "Er traue sich nicht mehr, ein Urteil über Themen wie Pegida oder die Ukraine abzugeben ..."

    Wenig später traut er sich aber doch: "Ich lehne #Pegida in jeglicher Form ab."

    Wer hat ihm da eine Pistole an den Kopf gehalten?

  • Herr Oettinger hat wohl richtig beobachtet, was diese Medienlandschaft mit ihrer Berichterstattung betrifft. Nur eine handvoll Zeitungen hat eigene Texte u. interessante, wichtige Berichte. Gleiches kann man im TV beobachten, Texte, Bilder, mehrere Wochen alte Bildberichte tauchen bei den unterschiedlichsten Sendern auf. Dieses Geschehen ist seit 3 Jahren zu beobachten.

  • So, werte Autorin. Ich darf noch einmal aus Ihrem Artikel zitieren:
    „Spätestens seit Forest Gump [sic] ist mir klar, dass man der medialen Berichterstattung nicht mehr trauen kann“, schreibt Mayer." Großartige Leistung, dass Sie bemerkt haben, bei 'Forest' fehlt ein 'r'. Sie geben das mit einem 'sic' kund. Verwenden Sie fürderhin bitte 'sic!' mit Ausrufezeichen. Überdies ist es äußerst bedenklich, den Brauereichef durch 'sic' als Rechtschreibtrottel enttarnen zu wollen. Wie es um Ihre Kenntnisse bestellt ist, ist offensichtlich. Liest Ihre Erzeugnisse beim Handelsblatt niemand gegen? Wurde eine derartige Kompetenz bereits abgebaut?

  • Noch etwas: Ein Satz, der mit "Zwar" beginnt, sollte fortgeführt werden. Mit 'aber' oder 'sondern' zum Beispiel. Immerhin ist mit solchen Hervorbringungen die These des obwaltenden Abschreibens widerlegt. Wortwahl und Satzkonstruktion zeugen von einem frischen und eigenwilligen Blick auf sprachliche Regeln.

  • Sie formulieren es ja noch wohlwollend sarkastisch, in der Journaillie machen die sich ja maximal lächerlich, aber wenn diese PISA-Generation sich beispielsweise in unseren Gerichtssäälen bestimmend breitgemacht hat, wird mir angst und bang für unsere Gesellschaft.

  • "Zwar bedient sich der Chef der Oettinger-Brauerei nicht diesem Begriff."
    Lügenpresse hin oder her. Ein Genitiv dürfte es schon sein.

  • Namendlich mal einer aus dem Beeich Handel und Industrie und Handel, der den Mund aufmacht. Klar ist,,das Demokratie wie auch Presse- und Medienfreiheit in nicht perfekten Gesellschaften immer nur relativ sein können. In dem Buch/Theaterstück Utopia wurde das ja recht nett demonstriert.
    Doch es istnschonmbeachtlich in wie wenigen Händen sich ein Großteil der bedeutenden Meinungsbildner ist. Ich möchte jetzt keine Namen nennen, doch die Szene hat sich bedenklich entwickelt, besonders schlimm in England und Amerika, Grade in den USA wird dadurch ein Deutsch- und Europabild erzeugt, was mit der Realität nichts gemeint haben.
    In jedem Land gibtnesmauchnPresseagenturen, die liefern das Tagesgeschehe vorgekaut an und dann wird kräftig in einen neuen Text (wenn überhaupt) reinkopiert,,häufig noch schlecht, da sich neben Schlagzeile und Aufreisser Sachverhalte mehrfach wiederholen, aber das gibt andererseits auch wieder Zeilengeld.
    In Deutschland ist eine Presseagentur maßgeblich, da kann man nicht mehr von Vielfalt reden und man fragt sich, wer steckt dahinter, wer verfügt über solch publizistische Macht und mit welcher Intention!
    Erfreulicherweise sorgt das Intern diesbezüglich wieder für ein Mehr an Vielfallt.
    Twitter, Facebook, Worldpress, DWN lassen grüßen.
    Das hier auch nicht alles Gold ist, was glänzt, leuchtet ein.
    Ich frage mich jedoch, ob auf diesem kritischen Sektor nicht mal das Kartellamt aktiver werden sollte. Das ist wohl auch der Grund, warum die deutsche Politik so nachhaltig an den öffentlich, rechtlichen Fernsehen und Rundfunk festhällt.
    Bis auf gelegentliche Higlights wie seinerzeit Bednarz vom Monitor-Magazin ist leider auch dort die Qualität nicht soviel besser, als in den privaten Medien, da dort leider Managment nach Jeans betrieben wird gemäß Parteibuch und somit sind dort die größten Nieten an den wichtigsten Stellen, jedenfalls meistens und wer herausragt, fällt oftmals unangenehm auf.
    Dennoch ist es wichtig, dass dieser Sektor bleibt.

Mehr zu: Oettinger-Chef lästert über Presse - „Heute wird mehr abgeschrieben als recherchiert“

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