Offen für eine Partnerschaft
DBA will erstmals in Gewinnzone fliegen

Bei der angeschlagenen Fluglinie DBA (früher Deutsche BA) sind erstmals seit der Gründung vor zwölf Jahren schwarze Zahlen in Sicht. Nach einer harten Sanierung soll im Herbst die Gewinnzone erreicht werden. Zudem zeigt sich die Airline für eine längerfristige Expansion offen für eine Partnerschaft.

HB MÜNCHEN.„Unsere Maßnahmen greifen, und ich bin deshalb absolut optimistisch, dass wir bis zum Herbst die ersten profitablen Monate vorweisen können“, sagte Aufsichtsratschef und Firmeneigner Hans Rudolf Wöhrl am Donnerstagabend in München. Für das Geschäftsjahr 2004/05 (zum 31. März) hoffe das Unternehmen auf ein ausgeglichenes Ergebnis, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 63 Mill. € angefallen sei. Von dem Verlust entfielen rund 25 Mill. € auf die Zeit vor dem Ausstieg der Fluggesellschaft British Airways im vergangenen Sommer, 15 Mill. € seien Aufwendungen für die Restrukturierung gewesen.

Insgesamt seien die Kosten durch verschiedene Maßnahmen, darunter der Abbau von 180 Stellen auf nun 660 Mitarbeiter, um 40 Mill. € gedrückt worden, sagte Wöhrl. Ziel sei nun, in diesem Jahr solide Zahlen zu erwirtschaften, um nächstes Jahr die Finanzierung des angestrebten Wachstums über herkömmliche Wege oder über Venture-Kapital (Wagniskapital) zu ermöglichen. Die geleasten Flugzeuge - derzeit 14, ab Herbst 16 - sollten durch neue, gekaufte Maschinen ersetzt werden. „Wir wollen neue Flugzeuge kaufen“, sagte Wöhrl. Dafür und um schnelles Wachstum zu ermöglichen, nannte Wöhrl eine strategische Partnerschaft mit einer anderen Fluggesellschaft eine grundsätzlich geeignete Möglichkeit. „Die ideale Vorstellung wäre ein strategischer Partner, der uns die Chance für weiteres Wachstum gibt.“ Gespräch darüber gebe es aktuell aber nicht.

Der Textilunternehmer Wöhrl hatte die angeschlagene dba vergangenen Sommer für den symbolischen Preis von einem Euro gekauft, um das Unternehmen zu sanieren. Zum 1. April wechselte Wöhrl in den Aufsichtsrat und übernahm am Donnerstag auch dessen Vorsitz. Neue Geschäftsführer sind Martin Gauss, der bisherige Leiter des Flugbetriebs, und der bisherige Technik-Chef Peter Wojahn.

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