Offenbar steht Bieterkampf bevor
Spanisches Konsortium an Iberia interessiert

Um die spanische Fluggesellschaft Iberia zeichnet sich ein Bieterkampf ab. Ein Konsortium von mehreren spanischen Unternehmen hat am Donnerstag Interesse an einer Übernahme der Airline bekundet.

HB MADRID. Die Investorengruppe bot bis zu 3,7 Mrd. Euro für den Marktführer auf Flügen von Europa nach Lateinamerika und übertrumpfte damit ein gemeinsames Angebot der US-Beteiligungsgesellschaft TPG und British Airways im Wert von 3,4 Mrd. Euro. Die Deutsche Lufthansa wartet weiter ab. "Für uns ergibt sich keine neue Situation“, sagte ein Sprecher. In den vergangenen Wochen hatte das Unternehmen wiederholt erklärt, Iberia sei zwar interessant, aber deutlich zu teuer.

Das spanische Konsortium namens Gala Capital unter Beteiligung der baskischen Bank BBK und des Chairmans der spanischen Fluglinie Air Europa bietet 3,60 bis 3,90 Euro pro Aktie. Die Bieter um TPG und British Airways hatten bereits im März eine vorläufige Offerte über 3,60 Euro vorgelegt. Ein formales Angebot ließ jedoch bislang auf sich warten - offenbar hat die Gruppe Probleme mit der Finanzierung. Iberia-Aktien legten in Madrid dank des neuen Angebots von Gala Capital um fünf Prozent auf 3,66 Euro zu.

Bei der für den Umsatz wichtigen Zahl der verkauften Passagierkilometer wies Iberia für den Oktober einen Rückgang um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Die Auslastung (Sitzladefaktor) sei dagegen auf 84,2 Prozent gestiegen nach 82,6 Prozent vor einem Jahr, wie Iberia am Donnerstag weiter mitteilte.

Neben dem spanischen Konsortium sowie der Konkurrenz um TPG und British Airways kreisen zwei weitere Interessenten über Iberia. Europas größte Fluggesellschaft Air France KLM erwägt nach eigener Darstellung weiterhin ein Angebot. Zudem bereitet eine weitere Gruppe spanischer Geschäftsleute um den ehemaligen Iberia-Chairman Javier de Salas eine Offerte vor, wie Reuters erfahren hatte.

Branchenexperten halten es weiterhin für möglich, dass auch Lufthansa noch ins Rennen geht. Iberia wird wegen der guten Verbindungen nach Latein- und Südamerika als ideale Ergänzung für das Streckennetz des deutschen Marktführers gesehen.

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