Olympische Spiele 2008 und Expo locken als Großereignisse im wachsenden Markt: Eventanbieter expandieren nach China

Olympische Spiele 2008 und Expo locken als Großereignisse im wachsenden Markt
Eventanbieter expandieren nach China

Der Wachstumsmarkt China lockt – auch deutsche Eventagenturen. Die Wuppertaler Vok Dams Gruppe und die Münchener Agentur Avantgarde sind seit kurzem dort mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten.

tel HB FRANKFURT. „In China spürt man das Wachstum. Und der Dienstleistungsbereich wird nach der Produktion die nächste große Welle sein. Da wollen wir frühzeitig dabei sein“, sagt Martin Schnaack, einer der beiden Geschäftsführer der Agentur Avantgarde (Umsatz 2004: elf Mill Euro). Auch Colja Dams, geschäftsführender Gesellschafter von Vok Dams, verweist auf das riesige Potenzial: Der Bereich Messe, PR und Marketing ist 2003 in China um fast 50 Prozent gewachsen. „Der Nachholbedarf ist riesig. Die Chancen auch“, sagt Dams.

Die Agentur (rd. 21 Mill. Euro Umsatz), die vor Jahren schon auf Projektbasis beispielsweise für Siemens in China tätig war, will mit Blick auf die Olympischen Spiele 2008 und die Expo 2010 in Shanghai frühzeitig die notwendigen Netzwerke knüpfen, um den Kunden auch in Fernost Marketingevents wie Händlertagungen oder Roadshows in westlicher Qualität bieten zu können. Denn die Probleme liegen häufig im Detail, berichten die Anbieter. Die richtige Raumtemperatur, das passende Essen, geschultes Personal und Geschirr, das die Unternehmensfarbe des Kunden nicht konterkariert – auch solche Fragen müssen gelöst werden.

Die Kunden kommen auch in China zu einem großen Teil aus dem Automobilbereich. Vok Dams ist für BMW und Volkswagen aktiv, Avantgarde beispielsweise betreut diese Woche die Eröffnung des BMW-Händlers in Shanghai. Und Uniplan, Messebauer und Eventanbieter aus Kerpen, setzte Volkswagen auf der Messe Automechanika in Shanghai in Szene. Uniplan ist übrigens seit knapp 20 Jahren mit Schwerpunkt Messebau in China und Taiwan präsent, und macht dort ein Drittel des Umsatzes von zuletzt 53 Mill. Euro. „Mittlerweile verdienen wir in China mehr als hier“, sagt Christian Brühe.

Davon sind Avantgarde und Vok Dams naturgemäß noch weit entfernt, aber als Wachstumsmotor gilt China für sie allemal. „Mittlerweile gibt es auch die ersten Anfragen von chinesischen Unternehmen, die nach Europa wollen“, berichtet Colja Dams.

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