Online-Designer-Shop
Fab.com hat ehrgeizige Umsatzziele

In eineinhalb Jahren hat sich der Online-Shop Fab.com zum Shooting-Star der Internet-Branche entwickelt. Jetzt nennt Gründer Jason Goldberg seine Umsatzziele und gibt Auskunft zur weiteren Strategie.
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BerlinDer amerikanische E-Commerce-Senkrechtstarter Fab.com gibt weiter Gas. In diesem Jahr erwarte er einen Umsatz von 150 Millionen Dollar, sagte Gründer und Vorstandschef Jason Goldberg der Nachrichtenagentur dpa. Für 2013 strebe er eine Verdoppelung an, sagte Goldberg am Mittwochabend in der Europazentrale des Unternehmens in Berlin. „Wir sind sehr ehrgeizig.“ Profitabel sei Fab noch nicht, was wegen des starken Wachstums zurzeit aber auch nicht geplant sei. Die Basis dafür haben Investoren gegeben, die in diesem Jahr 115 Millionen Dollar bereitstellten.

Der auf Design-Artikel spezialisierte Online-Shop hat nach eigenen Angaben zurzeit neun Millionen Kunden in 26 Ländern - Anfang des Jahres waren es erst 1,5 Millionen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg innerhalb eines Jahres von 80 auf mehr als 600. Allein in Berlin sind schon 180 Beschäftigte für Fab tätig. Nach dem Start in Europa soll Asien zum nächsten Expansionsschritt werden. Einen Zeitpunkt dafür nennt Goldberg noch nicht. Im indischen Poona befindet sich bereits das IT-Zentrum des Unternehmens.

Der US-Shop bietet mehr als 10 000, in Europa bislang 2500 Produkte an, die Fab direkt bei Designern und Herstellern einkauft. Davon entfallen 40 Prozent auf Einrichtungsartikel wie Möbel, 20 Prozent auf Kleidung und jeweils 10 Prozent auf Kunst und Schmuck.

„Wir haben den Code des Social Commerce geknackt“, sagte Goldberg mit Blick auf den Aufbau von Geschäften über Soziale Netzwerke. Auf seinem Schreibtisch in einem Hinterhaus in Berlin-Kreuzberg - demnächst steht ein Umzug an - hat er die Twitter-Meldungen zu Fab im Blick. „Wir messen ständig, wie wir in den Social Networks empfohlen werden“, erklärte Goldberg. Mehr als die Hälfte des Fab-Umsatzes habe seinen Ursprung in Empfehlungen bei Facebook und auf anderen Plattformen. „Wichtiger als Umsätze ist aber für uns, dass die Nutzer eine spannendes Shopping-Erlebnis bekommen.“

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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