Online-Händler
Amazons Logistik-Chef lehnt Gespräche mit Verdi ab

Verdi droht neue Streiks bei Online-Händler Amazon im Weihnachtsgeschäft an. Die Gewerkschaft fordert eine Bezahlung auf Niveau des Einzelhandels. Doch Logistik-Chef Dave Clark lehnt Tarifgespräche mit Verdi ab.
  • 26

BerlinAngesichts der neuen Streiks beim Online-Händler Amazon hat der für die deutschen Versandzentren zuständige Logistik-Chef Dave Clark Tarifgespräche mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi abgelehnt. „Verdi ist nicht Teil unserer Beziehung, deswegen verwende ich nicht viel Zeit für sie“, sagte Clark in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ (Montagsausgabe). Amazon pflege stattdessen „eine direkte Beziehung mit unseren Leuten: durch Betriebsräte und Mitarbeiterforen, und durch viele Möglichkeiten zum Feedback“.

Mit der Androhung von Streiks im Weihnachtsgeschäft schieße Verdi seiner Ansicht nach „in Sachen öffentliche Wahrnehmung ein Eigentor“, sagte Clark, der bei Amazon für das Logistikgeschäft und den Kundenservice weltweit verantwortlich ist. „Warum sollten wir uns von jemandem zur Zusammenarbeit erpressen lassen, der damit droht, das Weihnachtsfest für Kinder zu ruinieren?“ Die Mehrheit der Amazon-Mitarbeiter in Deutschland wolle ein gutes Weihnachtsgeschäft abliefern. „Wir werden sehen, wie viele tatsächlich Verdis Aufruf folgen“, sagte Clark.

An den Amazon-Standorten Bad Hersfeld und Leipzig folgten am Montag mehrere hundert Beschäftigte dem Streikaufruf von Verdi. In Leipzig versammelten sich nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers rund 200 Mitarbeiter der Frühschicht vor dem Werkstor. Auch rund 70 Beschäftigte des örtlichen Einzelhandels beteiligten sich demnach an den Protestaktionen. In Bad Hersfeld versammelten sich nach Angaben eines Sprechers mehr als 300 Beschäftigte zu einer zentralen Kundgebung, die um 10.00 Uhr beginnen sollte.

Verdi hatte die Logistikzentren in Leipzig und Bad Hersfeld in den vergangenen Monaten bereits mehrfach bestreikt. Die Gewerkschaft fordert von Amazon eine Bezahlung, die dem Niveau im Einzel- und Versandhandel entspricht. Das Amazon-Management lehnt Verhandlungen darüber ebenso wie eine Tarifbindung bisher ab. Das US-Unternehmen orientiert sich an der niedrigeren Bezahlung in der Logistikbranche.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Online-Händler: Amazons Logistik-Chef lehnt Gespräche mit Verdi ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ach wIe schön doch der EGOISMUS der DEUTSCHEN hier wieder zum Vorschein kommt. Es geht eben nix über die AUSBEUTUNG DES MENSCHEN DURCH DEN MENSCHEN. UND DIE DUMMHEIT DER DEUTSCHEN IST EH UNSCHLAGBAR!

    Amazon zahlt hier keinen Cent an Steuern, beutet die Mitarbeiter total aus. Während die Rassistischen Deutschen abends auf dem Sofa lümmeln und sich daran erfreuen.

    Ja, es geht doch nix über Konsumenten, die ihr sauer verdientes (oder auch nicht) Geld den Konzernen hinterher schmeissen und sich dann auch noch darüber aufregen, dass der Staat die Steuern erhöht.

    Der DEUTSCHE MICHEL IST WIRKLICH UNSCHLAGBAR!! Ist doch schön, wenn solche dummen Menschen anderen zu Reichtum verhelfen, gell

  • @Gast

    Sie sollten mal einen Rechtschreibkurs besuchen, bevor Sie hier posten. :)

    Den Rechtskurs haben Sie an scheinend mit eins belegt.

  • Volle Zustimmung!!

    Die Gier zerfrisst die Seele der Deutschen. Un d die Dummheit schafft ihn ab!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%