Online-Handel: Amazon hat wohl Tausende Stellen geschaffen

Online-Handel
Amazon hat wohl Tausende Stellen geschaffen

Nach eigenen Angaben hat der Online-Händler Amazon europaweit mehrere Tausend neue Arbeitsplätze geschaffen. Das Unternehmen wolle auch weiterhin investieren. Der Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi bleibt bestehen.
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DüsseldorfDer weltgrößte Versandhändler Amazon hat in der Europäischen Union nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr über 6000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Es handele sich um unbefristete Vollzeitstellen, sagte eine Amazon-Sprecherin.

Rund 1200 der Stellen seien in Deutschland entstanden. Hier liegt Amazon indes im Dauer-Streit mit der Gewerkschaft Verdi, die höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen will.

Amazon beschäftige nun über 32.000 festangestellte Mitarbeiter in der EU, teilte das Unternehmen am Dienstag weiter mit. Im vergangenen Jahr seien unter anderem Mitarbeiter für den Kundenservice und die Logistikzentren eingestellt worden, aber auch in den Software-Entwicklungszentren.

Amazon wolle weiter investieren und auch 2015 „zahlreiche Positionen besetzen“, sagte Amazon-Manager Xavier Garambois.

Verdi hatte mit Streiks im wichtigen Weihnachtsgeschäft versucht, den Druck auf den US-Konzern weiter zu erhöhen. Die Gewerkschaft kritisiert hohen Arbeitsdruck und will bei Amazon tarifliche Regelungen durchsetzen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Amazon dagegen nimmt die Vereinbarungen der Logistikbranche als Maßstab, in der weniger bezahlt wird.

Der Tarifkonflikt dauert bereits seit Ostern 2013. Amazon betont immer wieder, die Mehrheit der Mitarbeiter folge den Streikaufrufen nicht, die Kunden würden trotz der Proteste pünktlich beliefert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Online-Handel: Amazon hat wohl Tausende Stellen geschaffen"

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  • Natürlich hat Amazon in Deutschland mehr Arbeitsplätze vernichtet, als geschaffen. Man denke nicht nur an die Buchhändler sondern auch an die vielen kleinen Händler, die ohne diesen Monopolisten wesentlich mehr verkaufen könnten - egal was.

    Ohne Amazon würden indirekt alle profitieren, denn die kleinen Händler zahlen in ihrer Gemeinde Gewerbesteuern. Die Gemeinden investieren und es gibt weitere Arbeitsplätze. Im schlechtesten Fall kaufen die Kunden bei chinesischen Anbietern, die über Amazon unlizensierte Ware verkaufen.

    Amazon ist vorteilhaft für Kunden - für alle anderen nicht.

  • Die "bösen" Onlineanbieter verdrängen die ach so niedlichen kleinen Fachgeschäfte. Es sind leider die "Geiz ist geil-Kunden" und oft die Kunden die am lautesten ausrufen "Warum den alles so teuer ist". Die Verantwortung liegt letztlich bei jedem Einzelnen.

  • "Sie können den Fortschritt nicht aufhalten, "

    Das will ja auch keiner. Der Fortschritt ist ja per se nicht schlecht!!!
    Aber dann muß man Antworten finden. Die Arbeit wird weniger. Irgendwann haben wir meinethalben nur noch die Hälfte. Was tun mit den 50% Arbeitslosen? Wegsperren, Arbeit anders verteilen (weniger arbeiten)? Was tun???
    Die einzige Antwort zur Zeit ist: Verschleiern des Problems, Totschweigen, Verleugnen. Primat hat die Gewinnsicherung von immer weniger.

    Schauen wir uns die Zukunft an, gehen wir in die Slums in den USA, dort wo sich nicht mal mehr die Polizei hinwagt. Menschen ohne Zukunft, ohne Rente, ohne Krankenversorgung usw....

    Wenn dort die Zukunft liegt, sollten wir dies auch sagen, gerade mit Blick auf TTIP und TISA. Diese Geheimabkommen führen genau dorthin.

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