Online-Handel Wenn der Postbote ständig klingelt

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Die Schattenseiten des Online-Handels

Damit nicht genug der Schattenseiten des Onlinehandels. Weil die im Netz bestellten Shirts, Hosen oder Stiefel oft nicht passen oder den Kunden nicht gefallen, werden sie en masse umgetauscht. Wer das nicht glaubt, sollte sich einmal in die Schlange auf dem Postamt stellen. Zu jeder Tageszeit ist dort jemand mit einem Karton mit Zalando-Aufdruck in der Hand anzutreffen. Das Berliner Start-up für Bekleidung und Schuhe wächst rasant, bekommt aber offenbar einen Großteil seiner Ware zurück. Das ist kein Wunder, hat das junge Unternehmen doch lange mit dem Spruch geworben: „Schrei vor Glück oder schick's zurück.“

Dass das Konzept von Zalando langfristig aufgeht, ist zweifelhaft. Sicher ist hingegen, dass der Online-Handel weiter stark wachsen wird. Das liegt schon allein daran, dass es immer mehr digitale Waren zu kaufen gibt. Statt sich Bücher aus Papier zuzulegen, besorgen sich die Konsumenten elektronische Schmöker, die sogenannten E-Books. Die DVDs werden darüber hinaus zunehmend durch Videoabrufportale wie Maxdome oder Lovefilm ersetzt. Auch die Lieblingssongs kommen mehr und mehr aus dem Internet. Wer braucht schon noch eine CD, wenn es bei Musikdiensten wie Spotify Millionen von Titeln gibt? Und statt sich ein Brettspiel zu Weihnachten zu wünschen, wollen schon viele Grundschüler heutzutage lieber eine Spiele-App fürs Smartphone oder iPad.

Setzt sich der Trend so fort, dürfte in ein paar Jahren viel Platz unterm Christbaum sein. Ein E-Book braucht schließlich keine Verpackung.

 
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1 Kommentar zu "Online-Handel: Wenn der Postbote ständig klingelt"

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  • Wenn's doch wenigstens per Post oder DHL versendet würde, dann hätte man ja noch Verständnis für das geänderte Shoppingverhalten, hier wird wenigsten Mindestlohn gezahlt. Aber die zahllosen Paketdienste mit ihren prekären Arbeitsverhältnissen die diese moderne Sklaverei fördern, können sogar mit dem Slogan »Versandkosten frei« werben, warum wohl?

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